Zwei Menschen mit Migrationshintergrund in unterschiedlichen Berufen: links ein Arbeiter in Arbeitskleidung vor einer Industrieanlage, rechts eine Musikerin im Proberaum

Ein Gewinn – auch für die Arbeitswelt

Der Bericht zur Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land Bremen 2026 mit dem Schwerpunkt Zuwanderung

Das steckt im Bericht

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen ist der Arbeitsmarkt im Land Bremen bisher robust durch die anhaltenden Krisen gekommen: Für das Land Bremen kann erneut ein Beschäftigungsrekord vermeldet werden. Das Beschäftigungswachstum geht in erster Linie auf Menschen nicht-deutscher Staatsangehörigkeit zurück. Dennoch bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd.

Die Lage in Bremen

In der Wirtschaftskrise geht die Schere auf dem Arbeitsmarkt der Stadt Bremen weiter auseinander: Während neue Stellen für Fachkräfte entstehen, steigt die Arbeitslosigkeit unter den Geringqualifizierten.

Eine Luftaufnahme zeigt Bremen von oben mit der Weser rechts im Bild und dem Dom links

Die Lage in Bremerhaven

Trotz einer soliden Entwicklung der Bremerhavener Schwerpunktbranchen hat sich die Arbeitsmarktlage verschlechtert. Die zusätzlichen finanziellen Spielräume durch Bundesmittel bieten eine große Chance.

Ein moderner Containerhafen bei sonnigem, klarem Himmel: Im Vordergrund stehen große rote Verladekräne auf einer weitläufigen Betonfläche, dahinter sind zahlreiche gestapelte Container und weitere Hafenkräne entlang des Kais zu sehen.

Schwerpunkt: Migration

Foto von Peter Kruse
Sprachkurse sind der Schlüssel, um sich hier im Alltag zurechtzufinden und natürlich auch für die nachhaltige Aufnahme von Beschäftigung.
Peter Kruse
Präsident der Arbeitnehmerkammer Bremen

Die Zahl des Jahres

77 Prozent der Beschäftigten im Land Bremen erleben ihre ausländischen Kolleg*innen als Bereicherung. Nur 5,5 Prozent stimmen dieser Aussage nicht zu.

77: Die Zahl des Jahres im Lagebericht 2026

Ein Gewinn – auch für die Arbeitswelt

Auf der Suche nach Sicherheit und Arbeit wandern Menschen seit Jahrhunderten nach Deutschland zu. Während Erwerbsmigration erwünscht ist, soll insbesondere Fluchtmigration verhindert werden. Dabei profitiert der Arbeitsmarkt von allen Zugewanderten.

Erzieherin Tetiana Mykhailiuk steht auf einem Spielplatz an einem Klettergerüst und hält sich mit einer Hand daran fest
Balkendiagramm zur Entwicklung der Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern im Land Bremen von 2016 bis 2025.  Die Beschäftigtenzahl steigt kontinuierlich von 1.182 im Jahr 2016 auf 8.303 im Jahr 2025 an. Zwischenwerte sind unter anderem 2.778 (2018), 3.945 (2019), 5.298 (2021) und 7.340 (2023). Der stärkste Zuwachs zeigt sich insbesondere ab 2018 und setzt sich bis 2025 fort.  Die Grafik verdeutlicht die wachsende Bedeutung geflüchteter Menschen für den Arbeitsmarkt in Bremen. Die acht wichtigsten Asylherkunftsländer sind Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. Titel der Grafik: „Geflüchtete Menschen werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger“.

Eine Chance in der Pflege

Aref Azizi floh vor den Taliban über Griechenland nach Deutschland. Eigentlich wollte er Lehrer werden – und landete in einem von Frauen geprägten Beruf.

Aref Azizi steht am Bett einer Patientin im St. Josef-Stift und lächelt sie an

Arbeitsbedingungen verbessern

Zur Situation von Menschen mit Migrationsgeschichte: Einblicke aus unserer Beschäftigtenbefragung.

Balkendiagramm mit drei Themenbereichen („Sorge Entlassung“, „Mindestlohn“, „Minijob“) und jeweils zwei Vergleichsgruppen: Personen mit Migrationsgeschichte (rot) und ohne Migrationsgeschichte (türkis). In allen drei Bereichen liegen die Werte für Personen mit Migrationsgeschichte deutlich höher. Bei „Sorge Entlassung“ etwa 13 gegenüber 5, beim „Mindestlohn“ etwa 13 gegenüber 7 und beim „Minijob“ etwa 5 gegenüber 1. Die Grafik zeigt, dass Befragte mit Migrationsgeschichte in allen abgefragten Punkten häufiger betroffen bzw. besorgt sind als Befragte ohne Migrationsgeschichte.

Themenwechsel: Was das Land Bremen noch bewegt

„Wir brauchen einen Förderturbo“

Bremens Landesregierung hat eine Arbeitsmarktstrategie bis 2027 beschlossen. Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Peer Rosenthal dazu, warum danach das Geld knapper werden könnte und was für benachteiligte Menschen getan werden muss.

Peer Rosenthal gestikuliert im Interview am Tisch sitzend, im Hintergrund Kunst an der Wand

Pressemitteilung zum Bericht zur Lage

Alle unsere Forderungen und weitere Grafiken finden Sie in unserer Pressemitteilung.