Beschäftigte in Krankenhäusern

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen und auch der öffentliche Gesundheitsdienst sind Teil der sozialen Daseinsvorsorge. Angesichts unterfinanzierter Haushaltskassen vollzieht sich auch in diesen Bereichenein tief greifender Wandel. Dies bringt neue Risiken für die Versorgung und hat erhebliche Folgen für die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.

Seit Jahren wird in den Krankenhäusern Personal abgebaut - bundesweit  und auch in Bremen. Dies trifft bei Pflegekräften und ebenfalls bei den Ärzten zu. Viele Bereiche wurden ausgegliedert, meist zum Nachteil der Beschäftigten.

Die Statistik für das Land Bremen weist für 2014 10.757 Beschäftigte in den Krankenhäusern aus. Rund 17 Prozent gehören zum ärztlichen Personal, 56 Prozent zum Pflege- und Funktionsbereich und 16 Prozent zum medizinisch-technischen Dienst. In den letzten Jahren ist die Anzahl der Pflegekräfte kontinuierlich zurückgegangen, allein zwischen 2004 und 2013 um zehn Prozent. Dabei hat sich im selben Zeitraum die Zahl der Patientenaufnahmen erheblich erhöht, die Verweildauer der Patienten dagegen verkürzt. Eine kürzere Verweildauer bedeutet aber gleichzeitig versorgungsintensivere Behandlungen und damit eine höhere Belastung der Pflegekräfte. Mit 7,1 Tagen hatte das Land Bremen 2013 bundesweit mit die niedrigste Verweildauer. In rund 20 Jahren hat sich diese in bremischen Krankenhäusern praktisch halbiert.

Der Pflegenotstand ist in vielen Krankenhäusern schon Realität. Die Arbeitsbelastung bei den Beschäftigten ist zu groß. In fast allen Krankenhäusern in Bremen schieben die Beschäftigten Überstunden vor sich her.

Gute Qualität in der Patientenversorgung im Krankenhaus braucht genug Personal, doch das Problem der Personalausstattung wird seit Jahren auf die lange Bank geschoben. Zwar wurden politische Finanzmittel zur Verbesserung der Situation zugesagt, doch die Arbeitnehmerkammer und ver.di fordern gesetzliche Regelung zur Personalausstattung in den Krankenhäusern und eine ausreichende Finanzierung.

DownloadsAKB003_Icon-Download

  • Der Respekt kommt nicht an – Teilzeit, niedrige Verdienste und schlechte Arbeitsbedingungen in der Pflege

    Erschienen in: Bericht zur Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land Bremen 2017

    Download PDF
  • Für eine gesunde Zukunft: soziale Daseinsvorsorge

    Bericht zur Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land Bremen 2015

    Download PDF

Unsere Geschäftsstellen

Bremen-Stadt

Bürgerstraße 1
28195 Bremen

Tel. +49.421.36301-0

Beratungszeiten
Bremen-Nord

Lindenstraße 8
28755 Bremen

Tel. +49.421.669500

Beratungszeiten
Bremerhaven

Barkhausenstraße 16
27568 Bremerhaven

Tel. +49.471.922350

Beratungszeiten

Arbeitnehmerkammer Bremen

© 2017 Arbeitnehmerkammer Bremen

© 2017 Arbeitnehmerkammer Bremen