Hier können Sie einen oder mehrere Suchbegriffe eingeben, um gezielt Seiten zu finden die Ihren Suchwörtern entsprechen.

© 2025 Arbeitnehmerkammer Bremen

19.06.2025

Stahlwerk: Absage an grünen Umbau trifft Beschäftigte und Wirtschaftsstandort

„Das ist ein schwerer Schlag für die Beschäftigten in der Stahlindustrie, den Bremer Wirtschaftsstandort und für das Erreichen der Klimaziele“, kommentiert Peter Kruse, Präsident der Arbeitnehmerkammer Bremen, die Entscheidung von ArcelorMittal. Laut Medienberichten will der Konzern keine Förderanträge für den grünen Umbau des Stahlwerkes stellen.

„Wenn Unternehmen wie jetzt ArcelorMittal Beschäftigte so vor den Kopf stoßen, Unsicherheit schüren und notwendige Investitionsentscheidungen absagen oder auf die lange Bank schieben, zerstören sie Vertrauen. Auch Unternehmen tragen gesellschaftliche Verantwortung, die ich hier nicht erfüllt sehe“, so Peter Kruse weiter. Wenn Vertrauen in gelingende Transformationsprozesse verloren geht, kostet das nicht nur Arbeitsplätze und setzt den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg aufs Spiel – es gefährdet auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und damit die Demokratie.

Klimaziele und Akzeptanz der Bevölkerung in Gefahr

Auch die Klimaziele im Land Bremen können nur erreicht werden, wenn die Umstellung der Produktionsanlagen von ArcelorMittal Bremen auf klimafreundliche wasserstoff- und strombasierte Herstellungsverfahren gelingt. „Auch die Akzeptanz der Bremer Bevölkerung steht und fällt mit dem Umbau des Werks hin zu grünem Stahl. ArcelorMittal verspielt gerade diese Akzeptanz“, warnt Kruse.

Beschäftigte sind zu Veränderungen für grünen Umbau bereit

Dabei sind die Voraussetzungen für einen grünen Umbau am Bremer Standort gut: Die Beschäftigten im Stahlwerk zeigen große Bereitschaft zur Veränderung und sind bereit, sich dem tiefgreifenden Wandel ihrer Arbeitsplätze und neuen Anforderungen zu stellen. Dies geht aus einer Befragung der Beschäftigten hervor, die das Institut Arbeit und Wirtschaft (iaw) Ende 2023 im Auftrag der Arbeitnehmerkammer durchgeführt hat.

Demnach sind die Beschäftigten offen für Weiterbildungsmaßnahmen, um neue Qualifikationen und Kompetenzen zu erlernen. Innerhalb der Belegschaft von ArcelorMittal Bremen wird die ökologische Transformation positiv bewertet. Lediglich vier Prozent der Beschäftigten glauben, dass sich keinerlei Chancen daraus ergeben. Die Befragung zeigt zudem die Notwendigkeit technischer Veränderungen am Stahlstandort Bremen auf: So stimmen knapp 70 Prozent der Aussage zu, dass der eigene Arbeitsplatz dann langfristig sicher ist, wenn grüner Stahl am Standort Bremen produziert wird.

Kommunikation und MedienAKB003_Icon-Kontakt

Nathalie Sander
Leitung Kommunikation und Medien

Bürgerstr. 1
28195 Bremen

Tel.: 0421/36301-71
Fax: 0421/36301-89

E-Mail schreiben

Kommunikation und MedienAKB003_Icon-Kontakt

Hanna Mollenhauer
Referentin für Kommunikation und Medien / stv. Leitung

Redaktion BAM
Bürgerstr. 1
28195 Bremen

Tel.: 0421/36301-74
Fax: 0421/36301-89

E-Mail schreiben

Kommunikation und MedienAKB003_Icon-Kontakt

Lea von der Mosel
Referentin für Kommunikation und Medien

(Online und Social Media)
Bürgerstr. 1
28195 Bremen

Tel.: 0421/36301-933
E-Mail schreiben

Kommunikation und MedienAKB003_Icon-Kontakt

Anna Zacharias
Referentin für Kommunikation und Medien

(Online und Social Media)
Bürgerstr. 1
28195 Bremen

Tel.: 0421/36301-48
Fax: 0421/36301-89

E-Mail schreiben

Kommunikation und MedienAKB003_Icon-Kontakt

Dr. Jan Matthias Zier
Referent für Kommunikation und Medien

Bürgerstr. 1
28195 Bremen

Tel.: 0421/36301-945
Fax: 0421/36301-89

E-Mail schreiben