Eine Frau hebt Geld am Geldautomaten ab

Einkommen im Land Bremen

Statistiken zu Entwicklung und Vergleich der Verdienste

Im Land Bremen arbeitende Vollzeitbeschäftigte verdienten in 2025 im Mittel 4.392 Euro brutto pro Monat. Damit lag Bremen über dem bundesweiten Mittel von 4.217 Euro sowie knapp über dem Mittel der westdeutschen Bundesländer (4.315 Euro). Der Median teilt die Beschäftigten in zwei Hälften: Die eine Hälfte erhält mehr als den mittleren Verdienst, die andere erhält weniger.

Zwar schnitt die Stadt Bremen in 2025 bei den mittleren Bruttomonatsverdiensten von Vollzeitbeschäftigten mit Arbeitsplatz in Bremen mit 4.471 Euro überdurchschnittlich ab (deutschlandweit waren es 4.217 Euro), sie liegt jedoch gleichzeitig hinter vielen anderen Großstädten und damit im Mittelfeld. Der Median teilt die Beschäftigten in zwei Hälften: Die eine Hälfte erhält mehr als den mittleren Verdienst, die andere erhält weniger.

Im Städtevergleich unter ähnlich einwohnerstarken Städten schneidet Bremerhaven deutlich unterdurchschnittlich ab. Mit einem mittleren Bruttoverdienst von monatlich 3.980 Euro liegen Vollzeitbeschäftigte in der Seestadt unter dem Durchschnitt der westdeutschen Bundesländer von 4.315 Euro und nur knapp über dem Durchschnitt der ostdeutschen Bundesländer von 3.761 Euro. Der Median teilt die Beschäftigten in zwei Hälften: Die eine Hälfte erhält mehr als den mittleren Verdienst, die andere erhält weniger.

Der mittlere monatliche Bruttoverdienst für sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte, die 2025 im Land Bremen arbeiteten beträgt 4.392 Euro. Frauen erhalten 494 Euro weniger als Männer. Das Einkommen steigt mit dem Alter, dem Berufsabschluss und dem Anforderungsniveau des ausgeübten Berufs. Einen großen Unterschied gibt es bei der Staatsangehörigkeit: Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft verdienen pro Monat im Mittel 1.344 Euro brutto weniger als Beschäftigte mit deutscher Staatsangehörigkeit. Der Median teilt die Beschäftigten in zwei Hälften: Die eine Hälfte erhält mehr als den mittleren Verdienst, die andere erhält weniger.

Die mittleren Bruttoentgelte unterscheiden sich im Land Bremen deutlich zwischen den Branchen. Am höchsten waren sie 2025 in der Informations- und Kommunikationsbranche mit 5.563 Euro, gefolgt von den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 5.484 Euro und dem verarbeitenden Gewerbe mit 5.402 Euro. Damit lagen sie jeweils mehr als 1.000 Euro über dem bremischen Gesamtmedian von 4.392 Euro. Das Gesundheitswesen bewegte sich mit 4.378 Euro nahezu auf dem gesamtbremischen Niveau. Besonders niedrig waren die mittleren Entgelte in der Arbeitnehmerüberlassung („Leiharbeit“) mit 2.935 Euro und im Gastgewerbe mit 2.739 Euro. Zwischen der Informations- und Kommunikationsbranche und dem Gastgewerbe lagen damit 2.824 Euro. In der bestbezahlten der dargestellten Branchen war das mittlere Entgelt somit mehr als doppelt so hoch wie in der am schlechtesten bezahlten. Der Median teilt die Beschäftigten in zwei Hälften: Die eine Hälfte erhält mehr als den mittleren Verdienst, die andere erhält weniger.

Bei näherer Betrachtung der Verdienststruktur wird schnell deutlich, dass es auch große Einkommensunterschiede zwischen verschiedenen Berufsgruppen gibt. So wird mit einem mittleren Monatsbrutto von 4.378 Euro im Gesundheitswesen zwar nah am mittleren Landeseinkommen verdient (siehe Branchenverdienste oben), allerdings werden hier Ärzt*innen – mittleres Monatsbrutto: 7.909 Euro – und Arzthelfer*innen zusammengefasst. Letztere verdienen nur 3.295 Euro brutto und liegen damit knapp über 1.000 Euro unterhalb des mittleren Branchenmonatsverdienstes, während Ärzt*innen im Mittel rund das 1,8-Fache dessen erhalten. Der Median teilt die Beschäftigten in zwei Hälften: Die eine Hälfte erhält mehr als den mittleren Verdienst, die andere erhält weniger.

Der Niedriglohnsektor wird definiert durch die Schwelle des „unteren Entgeltbereichs“, die bei zwei Dritteln des deutschlandweiten mittleren Bruttomonatsverdienstes liegt. Für die bundeseinheitliche Schwelle ergab sich im Jahr 2025 ein Wert von 2.811 Euro (also: alles darunter ist im Niedriglohnbereich). Seit 2016 ist der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten insgesamt deutlich zurückgegangen. Deutschlandweit sank er von 20,1 auf 15,5 Prozent, im Land Bremen von 17,6 auf 14,1 Prozent. Damit lag der Niedriglohnanteil in Bremen während des gesamten dargestellten Zeitraums unter dem bundesweiten Wert. Dennoch verdiente 2025 etwa jede*r siebte im Land Bremen arbeitende Vollzeitbeschäftigte weniger als die Niedriglohnschwelle. Das entspricht fast 30.000 Beschäftigten.

Relevante Publikationen

Koordinaten der Arbeit 2025
Was Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen: Die Ergebnisse unserer Befragung der Beschäftigten im Land Bremen im Jahr 2025

Verdienen Sie genug?

Der kostenlose Lohn- und Gehaltscheck von Lohnspiegel.de gibt Auskunft. Für über 500 Berufe können Sie in wenigen Schritten Ihr Gehalt vergleichen. Lohnspiegel.de wird vom WSI der Hans-Böckler-Stiftung wissenschaftlich betreut.

Ihre Ansprechperson

Politikberatung

Kevin Rösch

Referent für Finanz- und Wirtschaftspolitik

+49 0421 36301-986