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Mit 348.170 Menschen arbeiteten im Juni 2025 so viele wie nie zuvor sozialversicherungspflichtig im Land Bremen. 302.220 davon waren in der Stadt Bremen und 45.950 in Bremerhaven beschäftigt. Nachdem die Anzahl der gemeldeten offenen Arbeitsstellen im Jahresdurchschnitt 2023 mit gut 8.900 Stellen einen Rekordwert erreicht hatte, ist sie wieder deutlich zurückgegangen. Im Jahresdurchschnitt 2025 lag sie bei 6.800. Zuletzt bremste bereits der Fachkräftemangel das weitere Beschäftigungswachstum aus. Inzwischen droht sich auch die anhaltend schwierige Wirtschaftslage negativ auf die weitere Beschäftigungsentwicklung auszuwirken.
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Atypische Arbeitsverträge eröffnen Betrieben einen flexibleren Personaleinsatz. Für Beschäftigte erhöhen sie die Erwerbsrisiken. Insofern ist der langfristige Rückgang insbesondere der Minijob- und Befristungsquote erfreulich. Es bleibt zu hoffen, dass die schwierige Wirtschaftslage keinen spürbaren Anstieg atypischer Beschäftigungsverhältnisse bewirkt.
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Unter den sozialversicherten Beschäftigten ist die Teilzeitbeschäftigung kontinuierlich gestiegen. Während 2016 28,4 Prozent aller sozialversicherten Beschäftigten in Teilzeit gearbeitet haben, lag ihr Anteil 2025 bei 32,0 Prozent. Das Land Bremen liegt damit im Bundestrend. Die Teilzeitbeschäftigung von Männern und Frauen bewegt sich nach wie vor auf ganz unterschiedlichem Niveau. Im Juni 2025 haben 16,0 Prozent der sozialversichert beschäftigten Männer in Teilzeit gearbeitet und 52,3 Prozent der sozialversichert beschäftigten Frauen. Aus gleichstellungspolitischer Sicht bleibt also noch viel zu tun.
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Im Land Bremen schwankt der Anteil der Leiharbeitsverhältnisse im Zeitverlauf zwischen vier und fünf Prozent. Im Juni 2024 gab es rund 13.300 Leiharbeitskräfte. In zwei Tätigkeitsbereichen wurde Leiharbeit besonders häufig eingesetzt: Ungefähr 3.400 Leiharbeitskräfte waren in der Lagerwirtschaft und knapp 3.000 in der Metallbearbeitung beschäftigt. Gemessen an der Gesamtzahl von rund 384.800 Beschäftigten mag das auf den ersten Blick wenig erscheinen. Und in der Tat lag der Anteil der Leiharbeitsverhältnisse an der Gesamtbeschäftigung bei nur 3,4 Prozent, bedingt durch die angespannte Wirtschaftslage. So niedrig war der Anteil zuletzt 2020 während der Corona-Pandemie. Trotz dieses Rückgangs bleiben Beschäftigte in Leiharbeitsverhältnissen in der Regel höheren Beschäftigungsrisiken ausgesetzt. So haben Leiharbeitskräfte ein höheres Risiko, arbeitslos zu werden. Zugleich ist ihre Chance gering, am Arbeitsort in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung übernommen zu werden. Schließlich sind etwa 60 Prozent der Jobs in der Leiharbeit un- und angelernte Tätigkeiten mit geringen Qualifizierungs- oder Weiterbildungsmöglichkeiten.
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Viele Berufe sind stark durch Geschlechtersegregation geprägt. In fertigungstechnischen Berufen, in denen im Land Bremen mit fast 46.000 die meisten sozialversicherten Beschäftigten arbeiten, ist der Anteil an Männern besonders hoch (89,5 Prozent). Das gilt auch für den mit gut 45.000 sozialversicherten Beschäftigten zweitstärksten Bereich der Verkehrs- und Logistikberufe (81,8 Prozent). Im drittstärksten Berufssegment der Unternehmensführung und -organisation waren im Juni 2025 von den über 41.000 Beschäftigten dagegen 60,3 Prozent Frauen. Und der mit über 35.000 sozialversicherten Beschäftigten viertstärkste Bereich der medizinischen und nicht-medizinische Gesundheitsberufe ist durch einen Frauenanteil von 79,1 Prozent gekennzeichnet.
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Im Land Bremen arbeiten die meisten Beschäftigten in fertigungstechnischen Berufen. Im Juni 2025 waren es fast 46.000. Alle fertigungstechnischen Berufsgruppen sind nach wie vor Männerdomänen. Insgesamt liegt der Frauenanteil bei 10,5 Prozent. Dabei ist der Anteil an Männern in Berufen der Energietechnik am höchsten. Hier arbeiten nur 3,8 Prozent Frauen. Am höchsten ist der Anteil an Frauen im Berufsfeld technisches Zeichnen, Konstruktion und Modellbau. Jedoch erreicht der Frauenanteil auch hier nur gut ein Drittel (34,6 Prozent).
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Auch im Land Bremen arbeiten viele Beschäftigte in Gesundheitsberufen. Im Juni 2025 haben über 35.000 Beschäftigte Tätigkeiten in medizinischen oder nicht-medizinischen Gesundheitsberufsfeldern ausgeübt. Alle Berufsfelder in diesem Bereich sind nach wie vor Frauendomänen. Zwei Ausnahmen davon sind die Human- und Zahnmedizin und die Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik. In der Human- und Zahnmedizin betrug der Frauenanteil im Jahr 2025 53,6 Prozent, in der Medizin-, Orthopädie und Rehatechnik lag er bei 57,1 Prozent. Im Durchschnitt der Gesundheitsberufe stellten Frauen allerdings immer noch 79,3 Prozent der Beschäftigten.
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Mit dem Anstieg der Beschäftigtenzahlen nahm in den vergangenen Jahren auch die Zahl der Pendlerinnen und Pendler in die Stadt Bremen zu. Nur 2024 stagnierte die Zahl kurzfristig. In Bremerhaven stagnieren die Zahlen hingegen seit langem. Im Juni 2025 pendelten etwa 133.000 Beschäftigte in die Stadt Bremen (inklusive des stadtbremischen Überseehafens in Bremerhaven) und etwa 20.000 nach Bremerhaven ein. Das entspricht einer Einpendlerquote von 44 Prozent sowohl in Bremen als auch in Bremerhaven. Im Vergleich mit Städten ähnlicher Größe sind dies Werte, die weder ungewöhnlich hoch noch ungewöhnlich niedrig sind. Die Zahl der Auspendelnden betrug 2025 für Bremen etwa 52.000 und für Bremerhaven 17.000. Auspendelnde sind relativ häufig Metropolenpendelnde, die etwa in Hamburg, Hannover oder Berlin arbeiten. Das aktuelle KammerKompakt Pendlerinnen und Pendler (Stichtag Juni 2022) finden Sie auf der rechten Seite.

Politikberatung
Dr. Alexandra Krause
Referentin für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik

Politikberatung
Dr. Dominik Santner
Referent für Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik



