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© 2025 Arbeitnehmerkammer Bremen

01.04.2025

Arbeitsförderung des Landes: Finanzierung sichern, Perspektiven schaffen

Arbeitnehmerkammer zeigt dringende Handlungsbedarfe zu Arbeitslosigkeit auf

Um möglichst viele Menschen in Arbeit zu bringen, brauchen Bremen und Bremerhaven auch künftig ausreichend Geld. „Die Kürzungen bei den Sprachkursen und in der Arbeitsförderung werden negative Folgen auf den Arbeitsmarkt haben“, ist sich Peer Rosenthal, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen, sicher. Wie der aktuelle Bericht zur Erwerbslosigkeit der Kammer zeigt, benötigen vor allem Zugewanderte und Langzeitarbeitslose bei der Integration ins Erwerbsleben Unterstützung. „Bremen muss die Finanzierungslücke von 19,3 Millionen Euro im Europäischen Sozialfonds für das laufende Jahr schließen und braucht für den nächsten Doppelhaushalt eine tragfähige Lösung“, betont Rosenthal. Heute Nachmittag lädt die Arbeitnehmerkammer zu einer Fachveranstaltung ein, um mit Landespolitikerinnen sowie Expert*innen aus Wissenschaft und Fachpraxis über die aktuellen Kürzungen und deren Auswirkungen zu diskutieren.

Öffentlich geförderte Beschäftigung gegen Langzeitarbeitslosigkeit

Laut Arbeitsmarktstatistik waren 2024 in Bremen durchschnittlich gut 13.200 Menschen und in Bremerhaven knapp 3.700 Menschen seit mindestens einem Jahr arbeitslos – das heißt, sie gelten als langzeitarbeitslos. Ein Ländervergleich zeigt: Nur in Nordrhein-Westfalen war der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen höher als im Land Bremen. Aufgrund der hohen Langzeitarbeitslosigkeit fordert die Arbeitnehmerkammer die Schaffung und Finanzierung von 300 Arbeitsgelegenheiten durch das Land. Sie sollten sich an Personen richten, die nicht mehr durch die Jobcenter gefördert werden können und absehbar keine Chance auf eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt haben. „Diese Menschen dürfen wir nicht allein lassen. Auch sie haben ein Recht auf Arbeit und können sich auf diesem Weg in den Quartieren für die Gesellschaft einbringen“, so Rosenthal.

Möglichkeiten des Spracherwerbs für Zugewanderte stärken

Fast verdoppelt hat sich die Zahl der Arbeitslosen mit ausländischem Pass: Zwischen 2014 und 2024 von rund 9.200 auf etwa 18.700. Zugleich wird das Beschäftigungswachstum aufgrund des demografischen Wandels bundesweit inzwischen ausschließlich von Menschen mit ausländischem Pass geschultert. „Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten gelingt jeden Tag. Die Menschen sind aber auf Begleitung und Unterstützung angewiesen. Der Schlüssel ist hier vor allem die Möglichkeit zum Spracherwerb“, erläutert Rosenthal. Die durch den Bund reduzierten Möglichkeiten zum Spracherwerb bewertet die Arbeitnehmerkammer daher als kontraproduktiv und fordert das Land Bremen auf, durch eine Bundesratsinitiative der Negativentwicklung entgegenzuwirken. „Zudem sollte das Land Angebote verstetigen, die den Spracherwerb bis zu einem fortgeschrittenen Niveau mit Berufsorientierung kombinieren und individuelle Begleitung ermöglichen. Dies schafft Einstiege in den Arbeitsmarkt und legt die Grundlage für Aufstiege durch Bildung“, so Rosenthal. Als Vorbild könnte das Programm „IdA – Innovative Deutschlern-Angebote unter B1“ des Europäischen Sozialfonds dienen.

In einer Zeit von wirtschaftlicher Rezession, stagnierenden Beschäftigtenzahlen und wachsender Arbeitslosigkeit braucht es eine Arbeitsmarktpolitik aus einem Guss, zu der neben der Agentur für Arbeit und den Jobcentern auch das Land Bremen weiterhin seinen Beitrag leisten muss. Peer Rosenthal fordert: „Bremen muss zurückkehren zu einer strategischen und verlässlichen Landesarbeitsmarktpolitik.“

Den Online-Bericht finden Sie hier: Erwerbslosigkeitsbericht

 

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