Die Arbeitnehmerkammer Bremen hat beim Senatswettbewerb „Dem Hass keine Chance“ den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis an die Theatergruppe „ensemble z“ für ihr Stück „Zimmer frei“ verliehen.
Im Mittelpunkt des Theaterstücks steht eine WG, die entscheiden muss, wer ein frei gewordenes Zimmer bekommt.
Wer passt dazu? Und wer wird schon vorher ausgegrenzt? Mit Humor, Livemusik, Tanz und Tiefgang greift die Gruppe Fragen von Zugehörigkeit, Vorurteilen und Rassismus auf.
„Besonders beeindruckt hat uns, wie viel von ihren eigenen Erfahrungen die Jugendlichen in das Stück eingebracht haben. Sie schaffen es, das Verständnis dafür zu schärfen, dass Rassismus nicht immer laut und offensichtlich daherkommt, sondern sich oft in kleinen Gesten und alltäglichen Situationen zeigt, die viele junge Menschen erleben“, würdigt Peer Rosenthal, Geschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen.
Die zwölf Jugendlichen im Alter von 14 bis 24 Jahren haben sich während der Corona-Zeit wieder zusammengefunden. Sie sind ehemalige Theaterkinder der Grundschule Nordstraße und kommen heute aus unterschiedlichen Schulen, Ausbildungen und Studiengängen. Ausgangspunkt für das Stück waren eigene Erfahrungen mit Diskriminierung und Ausgrenzung. Gemeinsam mit Regisseurin Mirjam Dirks entwickelten sie daraus ein Theaterstück, das seit seiner Premiere im September 2025 mehrfach erfolgreich aufgeführt wurde und zahlreiche Gespräche mit jungen Zuschauerinnen und Zuschauern angestoßen hat.
Den Wettbewerb „Dem Hass keine Chance“ gibt es seit 1989. Teilnehmen können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Bremen und Bremerhaven. Mit dem Sonderpreis würdigt die Arbeitnehmerkammer Bremen junge Menschen, die sich kreativ und engagiert gegen Ausgrenzung, Rassismus und Menschenfeindlichkeit einsetzen.












