Aus unserem Newsletter, August 2026
Die erste Betriebsversammlung: Was bleibt hängen?
Die erste Betriebsversammlung nach der Wahl ist mehr als ein Pflichttermin. Sie ist der erste große Eindruck, den der Betriebsrat bei der Belegschaft hinterlässt. Wirkt das Gremium vorbereitet? Greift es die Themen auf, die den Kolleginnen und Kollegen wichtig sind? Spricht es zu uns?
Vertrauen zu schaffen, ist das Ziel dieser Versammlung. Drei Botschaften stehen dabei im Vordergrund:
1. DAFÜR stehen wir!
Die Belegschaft will wissen: Wer vertritt uns – und mit welcher Haltung? Der Betriebsrat sollte klar benennen, welche Themen ihm wichtig sind: gute Arbeitsbedingungen, faire Behandlung, Gesundheitsschutz, sichere Beschäftigung oder transparente Kommunikation. Das Gremium tut gut daran, nichts zu versprechen, was nicht gehalten werden kann. Besser ist eine realistische Botschaft: Wir hören zu, prüfen sorgfältig, handeln gemeinsam und informieren über die nächsten Schritte.
2. WIR sind der Betriebsrat!
Eine gute Versammlung braucht keine Show. Sie braucht Struktur. Und eine klare Rollenverteilung im Gremium. Ein geordneter Auftritt zeigt: Dieses Gremium kann zusammenarbeiten und ist aus einem Guss. Ist der Ablauf klar und sind die Beiträge kurz und verständlich, hält man die Aufmerksamkeit der Kollegen und Kolleginnen.
3. IHR seid uns wichtig!
Die erste Betriebsversammlung sollte keine reine Ansprache des Betriebsrats sein. Arbeitet das Gremium mit Beteiligungsformaten, stellt es Fragen und nimmt Rückmeldungen ernst, entsteht Dialog. Die Belegschaft will wissen, ob auch kritische Stimmen ernst genommen werden. Nicht jede Antwort muss sofort geliefert werden. Ankommen muss: Eure Themen zählen – und wir melden Euch zurück, wie es weitergeht.
Fazit
Der Eindruck der ersten Betriebsversammlung bleibt! Was zählt, sind Klarheit, Haltung und Präsens. Genau daraus entsteht Vertrauen.
Ihr Kontakt

Mitbestimmung und Technologieberatung (MuT)
Ute Jess-Desaever
Kommunikation in der Gremienarbeit



