Infografik: Mehr Menschen wollen Sozialstaat

Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland will einen starken Sozialstaat – und ist auch bereit, ihn zu finanzieren. Das zeigen die Ergebnisse des Sozialstaatsradars 2026.

Quelle: Sozialstaatsradar 2026

Die Befragung der Arbeitskammer des Saarlandes, der Arbeitnehmerkammer Bremen und des DGB erhebt einmal jährlich grundlegende Positionen zum Sozialstaat und den Feldern Gesundheit, Pflege und Rente. 
 

Kreisdiagramm zur Frage „Wie sollte die Pflegeversicherung finanziert werden?“: 50 Prozent befürworten den „Sockel-Spitze-Tausch“ mit festen Eigenanteilen und etwas höheren Beiträgen. 13 Prozent bevorzugen eine verpflichtende private Zusatzversicherung, 12 Prozent eine Vollversicherung ohne Eigenanteile und 12 Prozent keine höheren Beiträge trotz steigender Eigenanteile. 14 Prozent können die Frage nicht beurteilen. Abweichungen von 100 Prozent entstehen durch Rundungen.

Die Menschen in Deutschland erwarten, dass zentrale Leistungen automatisch und öffentlich organisiert werden. Sicherheit in der Pflege: Bei der Pflegeversicherung sprechen sich knapp zwei Drittel dafür aus, Eigenanteile zu begrenzen oder ganz abzuschaffen. [Antworten von gesetzlich Versicherten (Fallzahl: 2.673); Abweichungen zu 100 % sind rundungsbedingt.]

Infografik mit dem Titel „Absage an eine Renten-Basisabsicherung“: 60 Prozent wollen, dass mindestens 80 Prozent der Alterssicherung automatisch organisiert werden. 32 Prozent wünschen sich eine vollständig verpflichtende Alterssicherung ohne private Zusatzvorsorge.

Absage an eine Renten-„Basisabsicherung“: Im Durchschnitt erwarten die Menschen, dass die Alterseinkommen aus gegebenenfalls mehreren Rentenarten (gesetzlich, betrieblich, privat) gut 70 Prozent des letzten Einkommens erreichen. Fast die Hälfte beurteilt die Gesamtlage bei der Alterssicherung schlecht.

Infografik mit dem Titel „Sicherheit wichtiger als niedrige Beiträge“ zur Frage „Wie viel Geld darf eine gute Rente kosten?“: 12 Prozent befürworten deutlich höhere Beiträge für mehr Rente, 62 Prozent etwas höhere Beiträge für eine gleichbleibende Rente und 13 Prozent keine höheren Beiträge bei geringerer Rente. Weitere 13 Prozent können die Frage nicht beurteilen.

Sicherheit wichtiger als niedrige Beiträge: Rund drei Viertel der Beschäftigten würden höhere Beiträge zahlen, wenn dadurch Leistungen stabil bleiben oder verbessert werden. Ein Generationenkonflikt ist dabei nicht erkennbar. [Antworten von Personen, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, eine berufliche Ausbildung oder ein duales Studium machen (Fallzahl: 1.660).]

Infografik mit dem Titel „Wunsch nach fairen Systemen“ zur Bürgerversicherung: Von den gesetzlich Versicherten sind 80 Prozent eher dafür, 12 Prozent eher dagegen und 8 Prozent unentschieden. Bei den privat Versicherten sind 53 Prozent eher dafür, 40 Prozent eher dagegen und 7 Prozent unentschieden. Im Vordergrund hält eine illustrierte Frau ihre Gesundheitskarte.

Wunsch nach fairen Systemen: Gesetzlich Versicherte fühlen sich deutlich schlechter abgesichert als privat Versicherte – sowohl bei Gesundheit als auch bei Pflege. Fast 80 Prozent sprechen sich hier für eine Bürgerversicherung aus.

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