Hacks gegen Stress

Illustration: Asja Beckmann
Sprechen Sie mit sich selbst
Situation: Sie merken, wie Sie „hochfahren“,
alles gleichzeitig wollen – oder sollen.
So geht’s: Sagen Sie sich konkret: „Jetzt mache ich zuerst …, danach …“ Klingt einfach, wirkt aber stark.
Was bringt’s? Ihr Gehirn schaltet vom Alarmmodus zurück ins Handeln. Sie gewinnen Struktur – und damit Kontrolle zurück.

Illustration: Asja Beckmann
Essen und Trinken planen
Situation: Keine festen Pausen, es ist ständig was los.
So geht’s: Wenn es geht, planen Sie feste Mittagspausen ein. Ansonsten führen Sie Mini-Routinen ein:
Zu jeder vollen Stunde ein paar Schlucke trinken. Einen gesunden Snack griffbereit haben – Nüsse, Apfel, Brot.
Was bringt’s? Ein stabiler Blutzucker bedeutet mehr Energie, weniger Reizbarkeit. Und manchmal wird schlicht zu wenig getrunken.

Illustration: Asja Beckmann
Grenzen setzen – freundlich und klar
Situation: „Kannst du das noch eben mitmachen?“
So geht’s: Haben Sie Sätze parat:
„Ich komme in x Minuten.“
„Das mache ich, wenn ich hier fertig bin.“
„Was ist gerade wichtiger: A oder B?“
Oder ein klares „Nein“, wenn möglich.
Was bringt’s? Sie stoppen Multitasking-Stress, ohne unkollegial zu wirken. Klarheit schützt Sie selbst und andere.

Illustration: Asja Beckmann
Kurzer Reset zwischendurch
Situation: Zwischen zwei Kund*innen oder Patient*innen, vor dem nächsten Arbeitsschritt, wenn kurz Luft ist.
So geht’s: Atmen Sie zweimal hintereinander tief ein – einmal in den Bauch, einmal in die Brust. Dann langsam und lange ausatmen. Mehrfach wiederholen.
Oder: Schultern sinken lassen, Kiefer lockern, den Blick einen Moment in die Ferne richten. Auch Summen hilft.
Was bringt’s? Das Nervensystem beruhigt sich, bevor es weitergeht – und Sie starten klarer in die nächste Aufgabe.

Illustration: Asja Beckmann
Prio statt Panik
Situation: Alles gleichzeitig. Unübersichtlich. Laut.
So geht’s: Check: Droht Gefahr? (etwa in medizinischen Notsituationen)
Wo kann ich Tempo rausnehmen? Wer kann unterstützen?
Was bringt’s? Sie entscheiden, bewusst statt im Hektik-Modus zu reagieren. Ein kühler Kopf spart Kraft.
Erdung über den Körper
Situation: Zeitdruck, Konflikte, Ärger.
So geht’s: Beide Füße fest auf den Boden stellen. Hände für einige Sekunden kräftig aneinanderdrücken. Atmen.
Was bringt’s? Ihr Körper signalisiert Halt. Die innere Anspannung sinkt spürbar.
Und im Feierabend gilt: Tun Sie bewusst das Gegenteil vom Arbeitstag. Viel Kontakt im Job? Gönnen Sie sich (soziale) Ruhe. Viel körperliche Arbeit? Vielleicht etwas Entspannendes. Viel gesessen? Bewegung tut gut.


