Gesundheit

Hacks gegen Stress

Ob in der Kita, in der Pflege, in Verkauf oder Produktion, in der Reinigungs­branche oder im Handwerk: Der Arbeitsalltag ist oft eng getaktet, ­körperlich fordernd oder emotional intensiv. Der ­Arbeitgeber hat die gesetzliche Pflicht zur Minimierung von ­(psychischen) ­Belastungen. Darüber hinaus können Beschäftigte auch selbst etwas tun. Denn schon kleine Gewohnheiten können helfen, zwischendurch Druck rauszunehmen.

Ein Mann steht im Lebensmittelladen, hat die Augen geschlossen, lächelt und hat die Hände gefaltet.

Sprechen Sie mit sich selbst

Situation: Sie merken, wie Sie „hochfahren“,
alles ­gleich­zeitig wollen – oder sollen.

So geht’s: Sagen Sie sich konkret: „Jetzt mache ich zuerst …, danach …“ Klingt einfach, wirkt aber stark.

Was bringt’s? Ihr Gehirn schaltet vom Alarmmodus zurück ins Handeln. Sie gewinnen Struktur – und damit ­Kontrolle zurück.

Eine Frau unterhält sich kniend mit zwei kleinen Kindern.

Essen und Trinken planen

Situation: Keine festen Pausen, es ist ständig was los.

So geht’s: Wenn es geht, planen Sie feste Mittagspausen ein. Ansonsten führen Sie Mini-Routinen ein:
Zu jeder vollen Stunde ein paar Schlucke trinken. Einen gesunden Snack griffbereit haben – Nüsse, Apfel, Brot.

Was bringt’s? Ein stabiler Blutzucker bedeutet mehr Energie, weniger Reizbarkeit. Und manchmal wird schlicht zu wenig getrunken.

Ein junger Mann schiebt einen älteren Mann im Rollstuhl.

Grenzen setzen – freundlich und klar

Situation: „Kannst du das noch eben mitmachen?“

So geht’s: Haben Sie Sätze parat:

„Ich komme in x Minuten.“

„Das mache ich, wenn ich hier fertig bin.“

„Was ist gerade wichtiger: A oder B?“

Oder ein klares „Nein“, wenn möglich.

Was bringt’s? Sie stoppen Multitasking-Stress, ohne unkollegial zu wirken. Klarheit schützt Sie selbst und andere.

Eine Frau sitzt an einem Tisch mit medizinischen Instrumenten vor sich.

Kurzer Reset zwischendurch

Situation: Zwischen zwei Kund*innen oder Patient*innen, vor dem nächsten Arbeitsschritt, wenn kurz Luft ist.

So geht’s: Atmen Sie zweimal hintereinander tief ein – ­ einmal in den Bauch, einmal in die Brust. Dann langsam und lange ausatmen. Mehrfach ­wiederholen.

Oder: Schultern sinken lassen, Kiefer lockern, den Blick einen Moment in die Ferne richten. Auch Summen hilft.

Was bringt’s? Das Nervensystem beruhigt sich, bevor es ­weiter­geht – und Sie starten klarer in die nächste ­Aufgabe.

Ein Mann steht im Lebensmittelladen, hat die Augen geschlossen, lächelt und hat die Hände gefaltet.

Prio statt Panik

Situation: Alles gleichzeitig. Unübersichtlich. Laut.

So geht’s: Check: Droht Gefahr? (etwa in medizinischen Not­situationen)

Wo kann ich Tempo rausnehmen? Wer kann unterstützen?

Was bringt’s? Sie entscheiden, bewusst statt im Hektik-Modus zu reagieren. Ein kühler Kopf spart Kraft.

Erdung über den Körper

Situation: Zeitdruck, Konflikte, Ärger.

So geht’s: Beide Füße fest auf den Boden stellen. Hände für einige Sekunden kräftig aneinanderdrücken. Atmen.

Was bringt’s? Ihr Körper signalisiert Halt. Die innere Anspannung sinkt spürbar.

Und im Feierabend gilt: Tun Sie bewusst das Gegenteil vom Arbeitstag. Viel Kontakt im Job? Gönnen Sie sich (soziale) Ruhe. Viel körperliche Arbeit? Vielleicht etwas Entspannendes. Viel gesessen? Bewegung tut gut.

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