Bremen-Nord

was bleibt... in den Archiven? Im Gespräch mit Sigrid Dauks und Dr. Daniel Tilgner (Arbeitskreis Bremer Archive)

„was bleibt“ – so lautet der Titel der Fotoarbeit von Pia Pollmanns, die bis zum 25. Juli im Vegesacker Geschichtenhaus zu sehen ist. Bewusst ohne Satzzeichen gesetzt, ist der Titel gleichermaßen als Frage, als Zustandsbeschreibung und als Aufforderung zu verstehen. 

Doch wer entscheidet darüber, was in Archiven gesichert und erinnert wird? 
Archive bewahren nicht nur historische Quellen – sie gestalten das kulturelle Gedächtnis unserer Gesellschaft. 

Im digitalen Zeitalter stehen die Archive vor tiefgreifenden Veränderungen: E-Mails ersetzen Akten, soziale Medien werden zu Zeitdokumenten, Künstliche Intelligenz verändert Recherche und Erschließung. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an Transparenz, Teilhabe und öffentliche Zugänglichkeit.

Der Arbeitskreis Bremer Archive lädt zusammen mit der Arbeitnehmerkammer Bremen, der Stiftung Haus Kränholm und dem Vegesacker Geschichtenhaus zu einer Diskussionsveranstaltung über die Zukunft der Archive ein. Welche Rolle spielen Archive für Demokratie und Erinnerungskultur? Welche Formen der Vermittlung werden praktiziert und welche neuen Wege beschritten? Wie können Archive auch künftig Wissen sichern, Orientierung bieten und unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen?

Zu Gast sind Sigrid Dauks, Leiterin des Archivs der Universität Bremen und Dr. Daniel Tilgner, Leiter des Landesfilmarchivs Bremen beim Senator für Kinder und Bildung.

Die Veranstaltung richtet sich alle historisch, kulturell und gesellschaftlich Interessierten.

Die Ausstellung „was bleibt – Pia Pollmanns“ ist Teil des Verbundprojekts MNEMOSYNE, das sich mit unterschiedlichen Formen und Räumen des Erinnerns auseinandersetzt und von Inga Harenborg kuratiert wird.
 

Veranstaltungsinfos

Vegesacker Geschichtenhaus
Zum Alten Speicher 5a
28759 Bremen
Deutschland