Veranstaltungsinfos

„Rachel erzählt“ findet anlässlich des 85. Jahrestages der Deportation Bremer Jüdinnen und Juden nach Minsk im November 1941 statt.
„Rachel erzählt“ ist kein Vortrag, sondern eine besondere Erzählform: Rachels Geschichte wird aus der Perspektive eines Kindes betrachtet.
Die Veranstaltung findet genau an dem Ort statt, an dem Rachel getauft wurde, ihre Eltern Johanna und Ernst Moritz geheiratet haben und an dem die Familie Abraham vor ihrer Deportation mit einem mutigen Gottesdienst verabschiedet wurde: in der Kulturkirche St. Stephani in Bremen.
Die Erzählung wird verbunden mit Klaviermusik von J. S. Bach, Robert Schumann und Fazıl Say sowie mit Bildern und historischen Dokumenten zur Situation in Bremen im Jahr 1941 und zur Deportation nach Minsk.
„Rachel erzählt“ zeigt, dass Menschen auch unter schwierigsten Bedingungen eine aufrechte und menschliche Haltung einnehmen können. Die Stephani-Gemeinde stellte sich 1941 unter den Bedingungen der NS-Diktatur an die Seite der Familie – trotz der zu befürchtenden und tatsächlich eingetretenen Repressionen.
Mit „Rachel erzählt“ möchten wir eine Form der Erinnerungskultur entwickeln, bei der das Vergangene aktiv in der Gegenwart ankommt.
2026 wäre Rachel Abraham, ein Kind aus dem Bremer Westen, 85 Jahre alt geworden. Sie könnte heute noch in Bremen leben. So nah sind diese Ereignisse.
Die Veranstaltung dauert etwa 90 Minuten. Der Eintritt ist frei. Spenden für die Ergänzung der Stolpersteine der Familie Abraham am Eingang der Kulturkirche St. Stephani zugunsten des Vereins „Erinnern für die Zukunft“ sind herzlich willkommen.
„Rachel erzählt“ ist eine gemeinsame Veranstaltung der Kulturkirche St. Stephani und des Evangelischen Bildungswerks.
Die Gedenkveranstaltung wird unterstützt vom Kinderhospiz Löwenherz Syke, dem Bremer Hebammenverband, der Bürgerstiftung Bremen, der Landeszentrale für politische Bildung, der VHS Bremen, dem Verein „Erinnern für die Zukunft“, der Arbeitnehmerkammer Bremen, der Heinrich-Böll-Stiftung sowie Chris Steinbrecher und Dagmar Calais.
Ansprechpartner / Kontakt:
Kulturkirche St.Stephani Bremen, Dr. Johannes Schnepel-Boomgaarden


