Ausstellungen

Ausstellung: Martin Koroscha – abgewrackt: Ästhetik der Vergänglichkeit

Vernissage am 19. März um 18.30 Uhr

Martin Koroscha ist Maler und Fotograf. In seiner Malerei konstruiert er imaginäre menschenleere Orte und Räume.
Die Themen seiner fotografischen Arbeit sind verlassene Orte („lost places“), alte Friedhöfe und andere  Plätze der Erinnerung, die dem Verfall preisgegeben sind.

Das Fotoprojekt „abgewrackt“, zeigt Schiffsfriedhöfe oder andere Orte aus Europa, wo Boote und Schiffe von der Natur langsam zurückgeholt werden oder als museale Orte vor dem Ende bewahrt werden, aber nicht mehr fahrtüchtig sind.

Martin Koroscha sieht sich nicht als Dokumentarfotograf. So ist es ihm auch nicht wichtig anzugeben, wo er die Aufnahmen gemacht hat. Ihm geht es allein darum, die ästhetische Seite der Vergänglichkeit zu zeigen.

Das Thema „Schiffwracks“ ist sehr umfänglich. Weltweit gibt es Schiffsfriedhöfe und werden Schiffe verschrottet. Auf den Meeresböden liegen unzählige u.a. Altlasten aus den Kriegsjahren und sind eine Gefahr für die Umwelt, aber auch so manch anderes an Land oder ins Wasser liegende Wrack kann langsam zu einer ökologischen Bedrohung werden. Das sind aber Themen, die Martin Koroscha, nicht weiter in seiner fotografischen Arbeit verfolgt, die aber doch implizit vorhanden sind.

Als Fotograf interessieren ihn Licht und Schatten, Strukturen und Stimmung, Schiffswracks als Metapher für das Ende der menschliche Lebensreise. Die Ähnlichkeit zwischen verrotteten Schiffsgerippe und den menschlichen Überresten ist oft sehr frappierend.

Zur Ausstellung erscheint ein Fotobuch im KunstSinn-Verlag, dass in der Ausstellung erhältlich ist.

Die Ausstellung ist bis zum 19. Mai zu sehen.

 

Veranstaltungsinfos

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