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Ausbildung

im Land Bremen

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Im Land Bremen ist das Interesse junger Menschen an einer dualen Ausbildung hoch. Das ist sehr erfreulich, denn in den kommenden Jahren wird der Bedarf an beruflich ausgebildeten Fachkräften stark steigen. Schon jetzt klagt die Bremer Wirtschaft über Fachkräftemangel. Umso erstaunlicher ist es, dass die Bremer und Bremerhavener Betriebe Jahr um Jahr zu wenige Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, um alle an einer Ausbildung interessierten Jugendlichen einstellen zu können. Zuletzt kamen im Jahr 2022 nur 72 Ausbildungsstellen auf 100 geeignete Bewerberinnen und Bewerber.

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Das Ausbildungsangebot im Land Bremen ist seit vielen Jahren nicht ausreichend. Die Situation hat sich im Laufe der Zeit sogar verschlechtert. So ging die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge nach der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008 erwartungsgemäß deutlich zurück. Erstaunlich ist aber, dass sie sich in den Folgejahren auch bei bester Konjunktur nicht mehr erholt hat. Die Corona-Pandemie brachte 2020 einen historischen Tiefpunkt bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Eine Erholung ist auch zwei Jahre später nicht in Sicht: 2022 wurden nur 5.300 neue Ausbildungsverträge geschlossen. Von der Krise 2008 bis heute sind also fast 1.200 Ausbildungsplätze verloren gegangen. Der Bremer Senat will jetzt politisch eingreifen und mit einem durch die Arbeitgeber finanzierten Ausbildungsunterstützungsfonds für mehr und bessere betriebliche Ausbildung sorgen.

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Als Messlatte dafür, ob genug Fachkräftenachwuchs ausgebildet wird, gelten die Ausbildungsquote und die Ausbildungsbetriebsquote. Die Ausbildungsquote ist im Land Bremen inzwischen auf 4,8 Prozent gesunken - das heißt, auf 100 Beschäftigte kommen nicht einmal mehr 5 Auszubildende. Das ist deutlich zu wenig, um die wachsende Zahl der Fachkräfte zu ersetzen, die in den kommenden Jahren aus Altersgründen ausscheiden. Die Grafik lässt deutlich erkennen, wie die Unternehmen 2010 in Folge der Finanzkrise ihre Ausbildungsaktivitäten zurückgefahren und in der darauf folgenden langen Wachstumsphase noch weiter reduziert haben. Das betrifft Betriebe jeder Größe. Nicht abgebildet ist die Ausbildungsbetriebsquote. Sie beschreibt den Anteil der Ausbildungsbetriebe an allen Betrieben. Im Land Bremen bildet nur noch gut jeder fünfte Betrieb aus (21,2 Prozent). Auffallend dabei: Ein Drittel der größten Betriebe übernimmt keine Verantwortung für die Ausbildung von Fachkräftenachwuchs.

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Im Land Bremen prüft die Jugendberufsagentur die Eignung junger Bewerber*innen und unterstützt sie beim Finden einer passenden Stelle. In Regionen mit einem zu geringen Ausbildungsplatzangebot wie in Bremen sind selbst nach Beginn des Ausbildungsjahres noch viele Bewerberinnen und Bewerber aktiv auf der Suche. Der Ausbildungsmarkt ist dann gekennzeichnet von Versorgungsproblemen. Die bei der Stellenvermittlung der Agentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellen zu besetzen war dagegen bis 2019 ein verschwindendes Problem, nahm im Zuge der Corona-Krise jedoch zu. Das Jahr 2022 ist mit besonders vielen unbesetzt gebliebenen Stellen bisher eine Ausnahme. Die nicht gelingende Versorgung von ausbildungsinteressierten Jugendlichen mit einem Ausbildungsplatz bleibt im Land Bremen das dominante Problem.

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Der Mangel an Ausbildungsplätzen hat Konsequenzen. So ist Bremen das Bundesland mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil junger Erwachsener ohne beruflichen Abschluss. Mehr als jede beziehungsweise jeder Fünfte unter 35 Jahren ist betroffen. Die Ungelerntenquote berücksichtigt alle jungen Menschen, die bis zu ihrem 35. Geburtstag noch keine duale oder schulische Berufsausbildung und auch kein Fachhochschul- oder Hochschulstudium abgeschlossen haben, sich aber auch nicht in Ausbildung oder Studium befinden. Wenn ein so großer Teil der jungen Generation ohne Ausbildungsabschluss bleibt, ist das eine doppelte Zukunfts-Hypothek. Denn Ungelernte haben am Arbeitsmarkt eine ungewisse Perspektive und sind sehr häufig arbeitslos oder in schlecht bezahlter, prekärer Beschäftigung. Gleichzeitig belastet der Mangel an ausgebildeten Fachkräften die wirtschaftliche Entwicklung und beschränkt zunehmend das gesamte Angebot an Produkten und Dienstleistungen.

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Die Entwicklungen von Beschäftigung und Ausbildung haben sich in der Hochkonjunkturphase ab 2010 auf gefährliche Weise voneinander entkoppelt. Während der Arbeitsmarkt immer neue Rekorde bei den Beschäftigtenzahlen verzeichnet, sind in den Betrieben weniger Auszubildende anzutreffen. Die Indexbetrachtung zeigt: Im Land Bremen wuchs die Zahl der Beschäftigten nach dem Kriseneinbruch von 2009 bis 2021 um 18,6 Prozent. Im selben Zeitraum ging die Zahl der Auszubildenden aber um 4,2 Prozent zurück. Noch drastischer ist der Rückgang bei den Ausbildungsbetrieben. Das Ausbildungsengagement der Wirtschaft ist inzwischen auf einem so niedrigen Niveau angelangt, dass Expertinnen und Experten die Leistungsfähigkeit des dualen Systems infrage gestellt sehen. Dabei ist Ausbildung das wichtigste Eintrittsticket in den Arbeitsmarkt und für die Wirtschaft das Rückgrat der Fachkräfteversorgung.