Pressemitteilung

19.10.2021

Homeoffice geht!

Arbeitnehmerkammer veröffentlicht Homeoffice-Broschüre und Zahlen zur mobilen Arbeit in der Pandemie

Die Möglichkeit des Homeoffice hat sich in vielen Bremer Unternehmen etabliert. Das ist das Ergebnis der dritten umfangreichen Digitalisierungsbefragung der Arbeitnehmerkammer Bremen.
Insgesamt nahmen an der Befragung rund 170 Interessenvertretungen teil, die laut Eigenauskunft mehr als 100.000 Beschäftigte im Land Bremen vertreten. In 90 Prozent der befragten Betriebe
und Dienststellen wurde im Zuge der Corona-Pandemie Homeoffice eingeführt. Davon soll bei 75 Prozent der Betriebe die Möglichkeit dazu auch langfristig bestehen bleiben. Der Großteil der Teilnehmenden kam aus dem Bereich Öffentlicher Dienst, gefolgt vom Dienstleistungssektor und der Industrie.

Flexibilisierung gewünscht
Viele Beschäftigte befürworten eine langfristige Flexibilisierung des Arbeitsortes. „Wir haben gute Erfahrungen mit der mobilen Arbeit gemacht in dieser Zeit – und die Zahl der Krankmeldungen ist stark zurückgegangen“, berichtet Matthias Dobschinski, Betriebsratsvorsitzender der MSC Germany S.A. & Co.KG in Bremen.

Der durch Corona ausgelöste Trend zur Digitalisierung werde sich weiter durchsetzen: Die innerdeutschen Reisen seien heruntergefahren worden, und das werde wohl auch weiterhin so bleiben, sagt er. „Laut unserer bisherigen Betriebsvereinbarung sind vier Tage im Monat mobiles Arbeiten vorgesehen, das würden wir gerne auch für die Zeit nach Corona ausweiten.“ Die Belegschaft wolle die Veränderung.

Regelungen für künftiges Homeoffice wichtig
Für das zukünftige Arbeiten im Homeoffice ist es wichtig, von improvisierten Bedingungen während der Pandemie zum geregelten Arbeiten von zu Hause aus überzugehen. Denn nur in 30 Prozent der Betriebe gab es bereits vor Corona entsprechende Betriebs- und Dienstvereinbarungen.
„In über 85 Prozent der befragten Betriebe ohne Betriebsvereinbarung ist der Abschluss einer solchen geplant, 60 Prozent arbeiten bereits an einer Betriebsvereinbarung“, sagt Moritz Hanke, Berater für Mitbestimmung und Technologieberatung bei der Arbeitnehmerkammer. Wichtig sei dies zum Beispiel auch, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu regeln.
Die Ergebnisse der Digitalisierungsbefragung zeigen, dass Betriebe nur in den seltensten Fällen die Ausstattung wie Schreibtische oder Bürostühle für gesundes Arbeiten auch zu Hause mitfinanziert haben.
Die Arbeitsbelastung habe den teilnehmenden Betriebsräten zufolge während der Pandemie zugenommen – das berichten fast 50 Prozent der Befragten. Zum einen gebe es mehr Aufgaben, die erledigt werden müssen (50 Prozent), vor allem aber fehle der Kontakt zu den Kollegen (90 Prozent) und Arbeitszeit lasse sich nur schwer von Privatem trennen (85 Prozent). In einigen Firmen führen die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens auch dazu, dass feste Plätze im Büro zum Teil zugunsten eines „Desk-Sharing-Modells“ eingespart werden.

Neue Geschäftsordnung formuliert
Bei MSC Germany habe man das Betriebsrätemodernisierungsgesetz genutzt, um eine neue Geschäftsordnung zu formulieren, so dass die Möglichkeit besteht, sich bei Betriebsratssitzungen in Ausnahmefällen virtuell zuschalten zu können, sagt Dobschinski.

Zur Orientierung über die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen hat die Arbeitnehmerkammer Bremen die Broschüre „Home sweet home – Homeoffice beschäftigtengerecht gestalten“ mit allen aktuellen Informationen für Betriebsräte veröffentlicht. Darin geht es unter anderem um die Mitbestimmung bei der Gestaltung des Arbeitsschutzes, den Einsatz von Hard- und Software und Kommunikation als zentralen Faktor für produktives und gesundes Arbeiten.

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