Pressemitteilung

Gutes Ergebnis: Höhere Löhne für alle Beschäftigten im Bremer Gastgewerbe

Warum die beschlossene Allgemeinverbindlichkeitserklärung ein wichtiger Meilenstein gegen Lohndumping ist.

Die Arbeitnehmerkammer begrüßt die Entscheidung, den neu abgeschlossenen Entgelttarifvertrag künftig für alle 20.000 Beschäftigten im Gastgewerbe im Land Bremen gelten zu lassen. "Die beschlossene  Allgemeinverbindlichkeitserklärung ist ein wichtiger Meilenstein, um Lohndumping zu verhindern und die Branche attraktiver für Fachkräfte zu machen", reagierte Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen, heute (Montag) auf die Entscheidung des Tarifausschusses. 

Die von der Gewerkschaft NGG und dem Arbeitgeberverband Dehoga beantragte Allgemeinverbindlichkeit kann der sinkenden Tarifbindung wirksam entgegentreten. Schierenbeck: "Dies kann eine Blaupause für andere Branchen sein, in denen die Gehaltsstrukturen ein existenzsicherndes Einkommen nicht mehr gewährleisten."

Wachsende Branche mit prekären Einkommen

Das Gastgewerbe im Land Bremen ist eine wachsende Branche. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze um fast 50 Prozent gestiegen. Aktuell sind fast 10.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bremer Gastgewerbe tätig. Hinzu kommen mehr als 10.000 Minijobberinnen und Minijobber. 

Trotz dieser Wachstumsdynamik ist die Einkommenssituation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bislang prekär: Das Durchschnittseinkommen eines Vollzeitbeschäftigten im Gastgewerbe ist im Branchenvergleich mit 2.080 Euro brutto monatlich mit Abstand am niedrigsten. Fast drei Viertel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten zum Niedriglohn, dies übertrifft selbst Branchen wie die Wach- und Sicherheitsdienstleistungen oder die Leiharbeit. Ein existenzsicherndes Einkommen lässt sich im Gastgewerbe selbst mit einer Vollzeitbeschäftigung oft nicht erzielen. 13 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten müssen ihr Einkommen durch staatliche Unterstützung aufstocken.

Der Mitgliederbefragung "Koordinaten der Arbeit" zufolge, die die Arbeitnehmerkammer 2017 durchgeführt hat, verdient fast jeder dritte Beschäftigte im Gastgewerbe den Mindestlohn (18,5 Prozent) oder sogar weniger (12,6 Prozent). Auch dieser Wert ist im Branchenvergleich mit Abstand am schlechtesten. Das Risiko der Altersarmut ist hier damit besonders hoch: Mehr als 55 Prozent der Befragten gaben an, dass sie im Alter auf die Unterstützung Dritter angewiesen sein werden. Im Branchendurchschnitt sind es hingegen mit 31 Prozent deutlich weniger.

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