Er muss nicht lange überlegen. „Es fing mit dem Wunsch an, Filme zu machen“, antwortet Nils Fricke auf die Frage, warum er sich für die Ausbildung zum Journalisten – dem Volontariat – bei Radio Bremen entschieden hat. Die Technik lernte der 28-Jährige in seinem Studium für Digitale Medienproduktion an der Hochschule Bremerhaven, das er erfolgreich abschloss. „Aber mir fehlte die Tiefe, wie man Geschichten erzählt und wie man unter Druck arbeitet.“ Das lernt Nils Fricke jetzt beim Sender. Dieser bildet alle zwei Jahre neue Volontärinnen und Volontäre zu Journalistinnen und Journalisten aus. Multimedial, versteht sich. Denn die Medienwelt setzt das Arbeiten fürs Fernsehen, für den Hörfunk, Online und die sozialen Medien voraus.
Praxisnah ist die Ausbildung, und dazu gehört, dass die Volontärinnen und Volontäre in den Tagesbetrieb ihrer aktuellen Station eingebunden sind. Für Nils Fricke ist das zurzeit das Studio Bremerhaven. Sein Tagesablauf beginnt also wie der aller anderen Kolleginnen und Kollegen. „Um zehn Uhr ist unsere erste Konferenz“, sagt er. Unter anderem tauschen sich die Bremerhavener hier ein erstes Mal mit den Verantwortlichen von buten un binnen aus.
Hat Nils Fricke den Auftrag für einen Beitrag für die Sendung um 18 Uhr oder 19.30 Uhr oder für beide bekommen, geht es in die Themenfindung beziehungsweise die Recherche. Auch Drehorte muss der Volontär finden. Und natürlich die Technik organisieren. Letzteres gestaltet sich in der Regel recht einfach. Der Grund: Der Dreh mit Smartphone, Gimbal (ein Gerät, das Kamerabewegungen stabilisiert) und Funkmikrofon ist heute TV-Alltag. Nach Dreh und Schnitt im Bremerhavener Studio erfolgt die Abnahme von Nils Frickes Beitrag für die Sendung. Heute zum Beispiel geht es für ein Interview hinüber in den Neuen Alten Hafen.





