16.12.2024
Ausbildungsfonds muss jetzt zügig umgesetzt werden
Arbeitnehmerkammer begrüßt Gerichtsentscheidung
Mit dem heutigen Urteil des Staatsgerichtshofs besteht nun endlich Gewissheit: Der Ausbildungsunterstützungsfonds kommt. „Der Ausbildungsunterstützungsfonds ist ein wichtiger Baustein, um die duale Ausbildung im Land Bremen zu stärken. Ausbildende Unternehmen und Auszubildende können nun besser unterstützt werden. Jetzt muss das Gesetz wie geplant umgesetzt werden, damit die Umlage und die vorgesehenen Maßnahmen schnell greifen können“, fordert Peer Rosenthal, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen. Der Staatsgerichtshof hat in seiner Entscheidung heute die grundsätzliche Kompetenz des bremischen Gesetzgebers zur Einrichtung eines solchen Fonds bestätigt.
Das Urteil ist ein Lichtblick für die duale Ausbildung, deren schwierige Situation sich anhand aktueller Zahlen belegen lässt. In Bremen bildet nur noch gut jeder fünfte Betrieb aus, von 2008 bis heute sind etwa 970 Ausbildungsplätze verloren gegangen. Zuletzt kamen auf 100 geeignete Bewerberinnen und Bewerber nur noch 69 Ausbildungsplätze, 872 junge Menschen blieben mit ihren Bewerbungen erfolglos. Hinzu kommt: Es werden zunehmend Ausbildungsverträge gelöst: 2023 betraf das fast jeden dritten Vertrag. Schon heute ist Bremen im Ländervergleich mit 30,1 Prozent trauriger Spitzenreiter unter den 25-bis 34-Jährigen, die keinen Berufsabschluss haben – im Bundesdurchschnitt sind es nur 20,1 Prozent.
Dabei ist die duale Ausbildung für junge Menschen noch immer das Eintrittsticket in die Arbeitswelt. Gleichzeitig garantiert sie den Betrieben den Fachkräftenachwuchs.
Mit dem Fonds steht dafür nun ein neues Instrument zur Verfügung. Langjährige freiwillige Vereinbarungen wie etwa der „Pakt für Ausbildung“, die „Bremer Vereinbarungen für Ausbildung und Fachkräftesicherung“ oder „Ausbildung innovativ“ haben zuvor die vereinbarten Ziele alle nicht erreicht. „Von dem neuen Fonds versprechen wir uns, dass sich wieder mehr Unternehmen aktiv an der Ausbildung beteiligen. Gleichzeitig müssen die Unterstützungsmaßnahmen des Fonds zügig auf den Weg gebracht werden, so dass es für Betriebe und Auszubildende bei Problemen schnelle Hilfe gibt und Ausbildungsabbrüche möglichst vermieden werden können“,“ so Rosenthal. Bei der Umsetzung des Fonds darf es allerdings nicht bleiben: „Für die Aufwertung der dualen Berufsausbildung braucht es auch eine bessere Berufsorientierung, moderne und gut ausgestattete Berufsschulen und Wohnraum für Auszubildende“, betont Rosenthal.
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