Diverse Miniaturfiguren, die sich um einen Würfel mit einem Ausrufezeichen versammeln

Die Team-Uhr geht vor!

Auch für ein Betriebsrats- oder ein Personalratsgremium gelten die Regeln der klassischen Teamdynamik.

Ein Gremium ist nicht sofort ein Team. Zunächst ist es eine demokratisch zusammengewürfelte Gruppe, die hoffentlich schnell arbeitsfähig wird. Insofern gelten auch für ein Betriebsrats- oder ein Personalratsgremium die Regeln der klassischen Teamdynamik. Der normalerweise verlaufende Prozess der Gruppenreife lässt sich mit dem Bild der Team-Uhr beschreiben. Demnach durchläuft eine Gruppe in der Regel die folgenden Phasen:

1. Forming – Orientierungsphase
Mit Blick auf die Aufgabe begegnen sich die Mitglieder der Gruppe neu. Wer hat hier Ahnung? Was kann ich tun? Wem will ich folgen? Wer hört auf mich? Diese und andere Fragen zum Zusammenspiel stehen hier im Vordergrund.

2. Storming – Konfliktphase
Hier kann es schon mal knistern. Die verschiedenen Typen, die sich mit ihren Fähigkeiten und ihren Bedürfnissen zeigen, ringen um Anerkennung. Auch Muster zeigen sich. Die eine wirkt als Macherin eher dominant, der andere will die Sache erst mal durchdringen. Ideengeber/-innen fühlen sich oft nicht gehört und Bedenkenträger/innen gelten als Bremsen.

3. Norming – Organisationsphase
„Jede/r hat seinen Platz!“ So langsam kennt man sich. Mit gegenseitiger Achtsamkeit findet man zu einer guten Arbeitsweise. Es wird klarer, worauf man sich verlassen und auf wen man zählen kann. Jetzt gehen die Dinge voran und Ergebnisse werden erzielt. Und manchmal schafft es ein Gremium auch, dabei in eine richtig gute Energie zu kommen. Das ist oft der Übergang zur nächsten Phase.

4. Performing – Leistungsphase
„Alle für eine/-n – eine/-r für alle!“ Nun werden Stärken und Ressourcen richtig gut eingesetzt. Jeder und jede will einen guten Beitrag leisten und bringt sich mit voller Kraft ein. Diese Phase belohnt mit einem Flow-Gefühl. Da kann es auch schon mal emotional werden. Nicht nur vor Freude – manch einer ist traurig, weil auch diese Phase endlich ist.

Und dann … Reforming – auch das noch! 
Als dynamischer Prozess beginnt diese Uhr regelmäßig wieder von vorne – zum Beispiel, wenn sich die Zusammensetzung der Gruppe ändert oder wenn neue Aufgaben zu erledigen sind.

Welches Gremium möchte nicht gern eine gute Leistung bringen? Um dahin zu kommen und um die Erfolge des Betriebsrates feiern zu können, kommt es immer auf eine gute Balance zwischen dem/der Einzelnen, dem ICH und den Anforderungen in der Zusammenarbeit – also dem WIR – an.

Ihr Kontakt

Mitbestimmung und Technologieberatung (MuT)

Ute Jess-Desaever

Kommunikation in der Gremienarbeit

Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation auf der Betriebsversammlung | Konflikte, Feedback und Verhandlungsführung | Kommunikationsberatung für Vorsitzende und Gremien

0421.3 63 01-943