Kammer vergibt neue Termine ab 2. September

Steuerrecht

Aktuell keine persönliche Beratung in der Arbeitnehmerkammer AKB_IconAchtung

Sie haben einen Termin für Ihre Steuererklärung bei uns?

Bereits vereinbarte Termine für die Steuerberatung bleiben bestehen. Die Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung wird wie gewohnt erfolgen, nur eben ohne persönliche Beratung.

Bitte senden Sie uns Ihre Unterlagen bis zum vereinbarten Termin in einem verschlossenen Umschlag per Post zu oder werfen ihn direkt in den Briefkasten der Arbeitnehmerkammer.

Nach der Bearbeitung Ihrer Erklärung erhalten Sie Ihre eingereichten Unterlagen zurück sowie eine Kopie der dem Finanzamt übermittelten Steuererklärung und eine Berechnung der voraussichtlichen Steuererstattung/Steuernachzahlung.

Übrigens: Da wir Sie nicht persönlich beraten können, entfällt die Gebühr von 10 Euro für Sie!

Freie Beratungstermine AKB003_IconInfo

Zwar findet derzeit keine persönliche Beratung statt, trotzdem bearbeiten wir aber die steuerlichen Anliegen unserer Mitglieder. Es werden regelmäßig Beratungstermine frei. Bis zu diesen Terminen nehmen wir aktuell Steuerunterlagen zur Bearbeitung entgegen. Mit unserer KammerCard können Sie freie Termine online einsehen. Oder Sie rufen uns an.

Termine ab Oktober 2020 vergeben wir nur online oder telefonisch ab dem 2. September ab 8 Uhr.

 

Mit der KammerCard können Sie Beratungstermine online buchen und sehen direkt, welche Termine verfügbar sind. Falls Sie noch keine KammerCard besitzen - hier finden Sie alle wichtigen Informationen.

Sie haben andere Fragen zum Steuerrecht? Beispielsweise möchten Sie wissen, welche Einkünfte zu versteuern sind? Oder haben Sie steuerrechtliche Fragen etwa zur Steuerklassenwahl oder steuerlichen Behandlung geringfügig Beschäftigter? Diese Beratung ist für Mitglieder der Arbeitnehmerkammer Bremen kostenlos.

Beratungsbefugnis bei Hilfeleistungen in Steuersachen

Als Mitglied der Arbeitnehmerkammer bieten wir Ihnen Hilfeleistungen in steuerlichen Fragen. Wir sind hinsichtlich der Beratungsbefugnis den Lohnsteuerhilfevereinen gleichgestellt – geregelt in § 4 Nr. 11 des Steuerberatungsgesetzes (StBerG). 

Die Hilfeleistung in Steuersachen ist danach in den folgenden Fällen unzulässig:

  • Bei Einkünften, die aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb oder aus selbständiger Tätigkeit (auch Honorartätigkeiten) erzielt wurden oder wenn umsatzsteuerpflichtige Umsätze ausgeführt werden. Es sei denn, die den Einkünften zu Grunde liegenden Einnahmen sind nach § 3 Nr. 12, 26, 26a oder 26b des Einkommensteuergesetzes (EStG) in voller Höhe steuerfrei. 

  • Haben Sie im Veranlagungsjahr Einkünfte erzielt, die bezüglich unserer Hilfeleistung gesetzlich ausgeschlossen wurden, ist es insgesamt für uns unzulässig, eine Einkommensteuererklärung zu erstellen. Es gilt hier der Grundsatz, dass eine Teilung des Mandats (also die Steuererklärung teilweise ohne die genannten, ausgeschlossenen Einkünfte anzufertigen) nicht zulässig ist. 

    Unter diese Ausschlussregelung fallen zum Beispiel auch: 

    • Betreiber einer Photovoltaikanlage, die ihren erzeugten Strom an den Energieversorger veräußern. Sie werden unternehmerisch tätig und erzielen somit Einkünfte aus Gewerbebetrieb.

    • Tupperware-Berater, nebenberufliche Versicherungsvertreter, selbstständige Künstler (beispielsweise Musiker) und Aufsichtsratsmitglieder. 

    • Gegebenenfalls auch Mitglieder kommunaler Vertretungen und nebenberuflich tätiger Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher und Betreuer, sofern bei diesen die Freibeträge von jährlich EUR 2.400,- überschritten werden.

  • Eine Hilfeleistung in Steuersachen ist auch unzulässig, wenn neben den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit Einkünfte erzielt werden, bei denen bestimmte Höchstgrenzen überschritten werden. So darf keine Einkommensteuererklärung erstellt werden, wenn die Bruttoeinnahmen aus Vermietung und Verpachtung zusammen mit den Einnahmen (Zinserträge, Dividenden usw.) aus Kapitalvermögen bei Ledigen EUR 18.000,- bzw. bei Verheirateten EUR 36.000,- jährlich übersteigen.

Tipps für die Steuererklärung

Abgabefristen für die Steuererklärung

Ab der Steuerklärung 2018 verlängern sich die Abgabefristen in 2019 um zwei Monate: für Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärung selbst erledigen, vom 31. Mai auf den 31. Juli 2019. Wer sich steuerlich beraten lässt, hat bis zum 29. Februar 2020 Zeit (statt bis zum 31. Dezember 2019).

Achtung: da es sich um starre Fristen handelt, führt ein Überschreiten automatisch zu Verspätungszuschlägen ab 25 Euro pro Monat.

Steuersoftware benutzen

Die offizielle Software der Finanzämter heißt Elster. Das Programm ist sinnvoll, wenn Sie die Steuererklärung selber machen möchten, insbesondere weil es die Daten der vergangenen Jahre speichert. Sie können sich viel Arbeit sparen, wenn Sie die Daten für die nächste Steuererklärung einfach übernehmen und nur die Änderungen anpassen. 

Dazu bietet die Kammer auch Info-Veranstaltungen in Bremen, Bremerhaven und Bremen-Nord an.

Das ganze Jahr Belege sammeln

Kleinvieh macht auch Mist! Häufig entstehen nicht unerhebliche Summen durch viele kleine Beträge, die gegebenenfalls abgesetzt werden können. Dazu gehören alle Zuzahlungen zu verschreibungspflichtigen Medikamenten, Eigenanteile an Arzt- und Zahnarztrechnungen, Zuzahlungen zur Physiotherapie und Fahrtkosten zu Ärzten und Therapien.

Da erst am Jahresende feststeht, wie hoch die individuelle zumutbare Belastungsgrenze ist, lohnt es sich, entsprechende Nachweise das ganze Jahr über zu sammeln. Apotheken stellen Kunden Jahresbescheinigungen aus und auch Ärzte bestätigen die getätigten Praxisbesuche.

Vorsicht bei der Wahl der Steuerklasse

Frischverheiratete erhalten vom Finanzamt automatisch die Steuerklassenkombination IV/IV zugeteilt. Da die Berechnung der Steuer in Steuerklasse IV die gleiche ist wie in Steuerklasse I, ergibt sich zumeist in der monatlichen Gehaltsauszahlung nach der Eheschließung keine Änderung.

Es empfiehlt sich die Abgabe einer gemeinsamen Steuererklärung, weil sich die Vorteile des Ehegattensplittings im Steuerbescheid niederschlagen.

Die Wahl der Steuerklassenkombination III/V nach Eheschließung führt zu einem deutlich höheren Nettogehalt für die Person mit Steuerklasse III, die mit Steuerklasse V hat einen etwas geringeren Nettolohn als zuvor. Außerdem besteht die Verpflichtung zur sofortigen Abgabe einer Steuererklärung, die in vielen Fällen eine Nachzahlungsforderung zur Folge hat.

Vorweggenomme Werbungskosten beachten

Finanzielle Aufwendungen, die vor oder mit Beginn einer beruflichen Tätigkeit entstehen, sind sogenannte vorab entstandene Werbungskosten, etwa Kosten für Fortbildungen. Um vom Finanzamt anerkannt zu werden, muss ein ausreichend klarer Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis bestehen.

Wichtig ist hier, dass der Entschluss, Geld zu verdienen, endgültig gefasst und später nicht wieder aufgegeben worden ist. In diesem Fall ist es nicht relevant, ob der Arbeitnehmer später tatsächlich etwas verdient hat. 

Das Finanzamt prüft besonders sorgfältig – auch, wenn zwischen den Aufwendungen und den Einnahmen ein längerer Zeitraum liegt, etwa bei Kosten für eine Fortbildung, durch die der Arbeitnehmer sich einen beruflichen Aufstieg mit mehr Gehalt erhofft.

Was Mieter absetzen können

Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen wie Gartenpflege, Straßenreinigung, Hausmeister-oder Reinigungstätigkeiten können mit 20 Prozent der Lohnkosten bis maximal 4.000 Euro von der Steuer abgezogen werden. Das gilt ebenfalls für Handwerkerkosten – auch für Schornsteinfeger –, hier bis maximal 1.200 Euro. 

Viele Vermieter geben diese regelmäßigen Arbeiten über die Betriebskostenabrechnung an ihre Mieter weiter. Damit Mieter diese Kosten in ihrer Steuererklärung absetzen können, können sie vom  Vermieter verlangen, dass er diese Kosten in der Betriebskostenabrechnung aufschlüsselt.

Handwerksleistungen absetzen

Die Inanspruchnahme von Handwerksbetrieben zur Renovierung oder Modernisierung der eigenen vier Wände kann hinsichtlich der Lohnkosten bis zu einer Höhe von 6.000 Euro steuerlich berücksichtigungsfähig sein.

Wichtig ist in jedem Fall, dass eine Rechnung gestellt wurde, auf der die Lohnkosten gesondert ausgewiesen sind, die Rechnung per Überweisung beglichen wurde und nicht bereits andere staatliche Förderungen in Anspruch genommen wurden.

Infos zum Baukindergeld

Das Baukindergeld ist nicht Bestandteil der Steuererklärungen ab 2019. Es ist nur durch den im Vorfeld gestellten Antrag bei der KfW erhältlich.

Zur Förderung von Wohneigentum für Familien kann seit September 2018 und rückwirkend bis zum 1. Januar 2018 das Baukindergeld bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden. Es ersetzt die Ende 2005 eingestellte Eigenheimzulage.

Umzugskosten in der Steuererklärung

Umzugskosten sind steuerlich als Werbungskosten absetzbar, wenn ein Umzug berufliche Gründe hat. Das ist zum Beispiel bei einem Arbeitsplatzwechsel oder einer Versetzung der Fall oder wenn sich der Arbeitsweg um mindestens eine Stunde verkürzt. In Ausnahmefällen ist ein Werbungkostenabzug auch dann möglich, wenn der Umzug zu einer wesentlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen führt*.

Wer etwa in einer Großstadt keine Verkehrsmittel benutzen muss und den Weg zur Arbeit zu Fuß zurücklegen kann, für den entfallen Zeitdruck und Stress beispielsweise durch Staus und Verspätungen bei Bus und Bahn.

*Urteil FG Köln vom 24.02.2016 – 3 K 3502/13

Vereinfachte Steuererklärung für Rentner

Seit dem 2. Mai 2019 hat das Finanzamt Rentnerinnen und Rentnern die Erstellung der Steuererklärung enorm erleichtert. Denn das Land Bremen beteiligt sich an einem Pilotprojekt des Bundes. Dieses richtet sich an Rentnerinnen und Rentner, bei denen der Finanzbehörde bereits die relevanten Daten vorliegen, da Renten und Sozialträger verpflichtet sind diese dem Amt zu melden. Sofern diese Personen außer den Alterseinkünften keine weiteren Einnahmen haben, können besondere Erklärungsbögen via Internet oder in Papierform vom Amt besorgt werden. Diese einfachen Erklärungen reichen dann aus, um seine steuerlichen Pflichten nachzukommen.

(Stand Mai 2019)

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    Hilfestellung zur Einkommensteuer-Veranlagung für das Jahr 2019

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