11.09.2019, 14-17 Uhr in Bremen – Arbeitnehmerkammer Bremen

Mitten im Arbeitsleben - trotz psychischer Erkrankung

Eine Veranstaltung für Betriebs- und Personalräte, Mitarbeitervertretungen sowie Personalverantwortliche

Psychische Erkrankungen bzw. Krankheitsbilder haben in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Über alle Altersgruppen hinweg wurden in 2017 11,2 Prozent der AU-Tage der erwerbstätigen AOK-Mitglieder mit psychischen Diagnosen begründet (1999 waren es noch 5,4 Prozent). Analysen der Deutschen Rentenversicherung zeigen, dass die Gruppe der psychischen Erkrankungen mittlerweile die häufigste Ursache für „Frühberentungen“ ist.

Die Gründe hierfür liegen zum einen in den gestiegenen Belastungen in der modernen Arbeitswelt (Verdichtung der Arbeit, Zeitdruck etc.). Zum anderen kann vermutet werden, dass es mittlerweile auch eine stärkere Sensibilisierung bei den Ärzten zu diesem Thema gibt und psychische Erkrankungen daher schneller erkannt und diagnostiziert werden.

Trotz der gestiegenen Bedeutung ist das Thema psychische Erkrankungen in den Betrieben oft noch tabuisiert. Betroffene verheimlichen aus Angst vor Nachteilen im Beruf oder sogar Kündigung ihre Erkrankung. Führungskräfte und Beschäftigte reagieren häufig noch mit Unverständnis auf das veränderte Verhalten der erkrankten Kolleginnen und Kollegen und deren Probleme zum Beispiel bei der Arbeitsbewältigung.

Auch Betriebs- und Personalräte sind noch zu wenig vertraut mit der Problematik.  So verwundert es auch nicht, dass es in den Betrieben noch viel zu selten Thema ist,  wie es nach einer Krise oder mit einer psychischen Erkrankung am Arbeitsplatz weitergehen kann. Wie kann man den Anforderungen von Beschäftigten mit psychischen Erkrankungen gerecht werden? Damit dies umfassend und selbstverständlich geschieht, müssen alle beteiligten betrieblichen Akteure ein gewisses Verständnis für psychische Erkrankungen entwickeln. Es bedarf betrieblicher Strukturen, die dafür aufgebaut werden müssen.

Mit dieser Veranstaltung möchten wir den betrieblichen Interessenvertretungen sowie Personalverantwortlichen die Möglichkeit geben, sich dem Thema psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz zu nähern: Woran erkennen wir betroffene Kolleginnen und Kollegen? Wie können wir sie bei einer Wiedereingliederung und darüber hinaus am Arbeitsplatz unterstützen?

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Anmeldung erbeten bis zum 4. September, per E-Mail oder bei Hayriye Karakaya, Tel.: 0421/3 63 01- 9 57.

Es besteht ein Freistellungsanspruch nach § 37 Abs. 6 BetrVG, § 39 Abs. 5 BremPersVG, § 19 Abs. 3 MVG. Ein Beschluss des Gremiums ist erforderlich.

Programm

14.00 Uhr
Begrüßung

14.10 Uhr
Psychische Krankheit in der Arbeitswelt

  • Prof. Dr. med. Uwe Gonther
    Ärztlicher Direktor und Chefarzt im Ameos Klinikum Dr. Heines

15.00 Uhr
Zwei Betroffene berichten über ihre Erfahrungen mit Arbeit bei der Bewältigung einer psychischen Erkrankung

15.45 Uhr
Austausch bei Kaffee und Kuchen

16.00 Uhr
UnternehmenINKLUSIV – Genesungsbegleitung im Betrieb

  • Robert von Usslar, Projektkoordinator Fokus, Dipl.-Psychologe

16.20 Uhr
BEM und psychische Erkrankungen

  • Anke Kozlowski, Arbeitnehmerkammer Bremen

Moderation: Michaela Gröne, Arbeitnehmerkammer Bremen

Ort:

Kultursaal der Arbeitnehmerkammer Bremen
Bürgerstraße 1
28195 Bremen

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