Pressemitteilung

23.11.2017

Wissensintensive Dienstleistungen besonders fördern

Arbeitnehmerkammer legt neues KammerKompakt vor

Die wissensintensiven Dienstleistungen sind der Wachstumsmotor am Arbeitsmarkt. Seit 2007 hat die Zahl der Beschäftigten im Land Bremen hier um 22 Prozent zugenommen und lag 2016 bei 66.000, wie das aktuelle KammerKompakt der Arbeitnehmerkammer zeigt. „In den wissensintensiven Dienstleistungen findet ein dynamischer Beschäftigungsaufbau statt und sie geben darüber hinaus der regionalen Wirtschaft wichtige Wachstums- und Innovationsimpulse. Bremen sollte deshalb diese wissensintensiven Branchen besonders fördern und deutlich ausbauen“, betont Kammer-Hauptgeschäftsführer Ingo Schierenbeck. Sogenannte wissensintensive Dienstleistungen werden von IT-Experten, Ingenieuren, in der Forschung oder in Kanzleien und Praxen erbracht. 

Bremen hinkt anderen Städten hinterher

Trotz des deutlichen Beschäftigungswachstums in den vergangenen Jahren hinken Bremen und Bremerhaven in der Entwicklung anderen Städten hinterher. Am dynamischsten entwickeln sich die ostdeutschen Städte Leipzig und Dresden sowie die Metropolen Berlin, München, Köln und Hamburg. In der Stadt Bremen arbeiten in diesem Bereich 21 Prozent der Beschäftigten – in Köln dagegen sind es bereits 34 Prozent, in Stuttgart, Frankfurt und München sogar bis zu 38 Prozent. Auch in Städten wie Nürnberg und Essen liegt der Anteil deutlich höher. Besonders niedrig ist im Städtevergleich zudem der Anteil an Beschäftigten im Bereich IT/Kommunikation sowie Finanzen und Vermögen. Hier hat die Stadt Bremen unter den 15 größten Städten den geringsten Beschäftigungsanteil. „Bremen darf den Anschluss nicht verlieren“, mahnt deshalb Ingo Schierenbeck. 

Gründerförderung neu ausrichten

Bremen hinkt nicht nur bei der Beschäftigung hinterher, sondern insbesondere bei den Unternehmensgründungen. Im Vergleich mit den zwölf größten deutschen Städten belegt die Stadt Bremen den letzten Platz – was die Gründungsaktivität der wissensintensiven Dienstleistungen insgesamt und hier vor allem den besonders innovativen Bereich der IT-Dienstleistungen betrifft. 

Die Arbeitnehmerkammer sieht in der Neuorganisation der Gründerförderung deshalb eine gute Chance, hier gegenzusteuern. „Die Gründungsangebote des Landes im neuen ‚STARThaus‘ zu bündeln ist eine richtige Entscheidung – dies allein wird jedoch nicht reichen. Es muss auch der Transfer von innovativen Ideen aus Forschung und Wissenschaft in konkrete Wertschöpfung und Beschäftigung unterstützt werden“, betont Schierenbeck.  

Attraktivität der Stadt für Hochqualifizierte verbessern 

Die entscheidende Ressource der wissensintensiven Dienstleistung ist das Know-how der Beschäftigten. „Bremen und Bremerhaven müssen als Lebensmittelpunkt für die Wissensarbeiter attraktiver werden. Hierzu gehören ein attraktives Wohnungsangebot, interessante und vielfältige Kultur- und Freizeitangebote sowie eine gute Bildungs- und Hochschulinfrastruktur“, mahnt Schierenbeck. „Gut ausgebildete Fachkräfte sind ein entscheidender Standortfaktor.“

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  • Wissensintensive Dienstleistungen in Bremen – wichtiger Baustein für einen erfolgreichen Strukturwandel

    KammerKompakt, November 2017

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