Pressemitteilung

17.06.2021

Logistik wächst und sorgt langfristig für Beschäftigungsplus

Sektor steht durch Digitalisierung vor großen Veränderungen

Der Logistiksektor wächst seit Jahren – auch die Beschäftigung im Land Bremen profitiert von diesem anhaltenden Boom: Aktuell arbeiten hier etwa 41.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – ein Anteil von 12,5 Prozent der sozialversicherten Gesamtbeschäftigung. Im Vergleich zu anderen Branchen gibt es hier noch viele Vollzeitstellen, zugleich ist der Anteil der Helfertätigkeiten hoch. „Die Digitalisierung wird die Arbeit im Logistiksektor jedoch stark verändern, es werden neue Qualifikationen nötig sein. Deshalb ist es wichtig, dass Beschäftigte entsprechend weitergebildet werden“, betont Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen.

Deutschland gilt als leistungsfähigster Logistikstandort der Welt, das Land Bremen trägt seinen Teil dazu bei – mit den bremischen Häfen, dem Flughafen oder auch dem Güterverkehrszentrum. Die Logistik profitiert nicht nur vom wachsenden Welthandel, sondern befördert ihn auch – etwa, wenn der private Konsum sich ändert und der Online-Handel zunimmt.

Keine Branche, sondern Querschnittssektor
Logistische Tätigkeiten finden sich in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Logistik ist deshalb keine Branche, sondern ein Querschnittssektor. Um Aussagen zur Beschäftigung machen zu können, werden für die Statistik deshalb verschiedene Berufsgruppen zusammengefasst, hierzu zählen etwa Beschäftigte im Lager oder Hafen, Berufskraftfahrerinnen und -fahrer, Spediteure oder auch Schifffahrtskaufleute. In Bremen ist der Logistiksektor stark geprägt durch das Speditionsgewerbe, durch den Frachtumschlag und hier besonders den Automobil- und Containerumschlag im Hafen, aber auch durch die Lagerwirtschaft, beispielsweise im Güterverkehrszentrum. Die Logistik ist noch immer männerdominiert – nicht einmal jede fünfte Beschäftigte ist weiblich.

Im Land Bremen arbeitet fast die Hälfte der Logistik-Beschäftigten in der Lagerwirtschaft. Die zweitgrößte Gruppe bilden Berufskraftfahrerinnen und -fahrer. Prozentual am stärksten gestiegen ist die Zahl der Speditions- und Logistikkaufleute – im Vergleich zu 2013 um 19 Prozent. Abgenommen haben dagegen Arbeitsplätze im Güter- und Warenumschlag.

Niedrige Löhne für Helfer
Im Logistiksektor arbeiten ebenso viele Helfer wie Fachkräfte – damit ist der Anteil der Helferinnen und Helfer besonders hoch. Die meisten von ihnen (95 Prozent) arbeiten in der Lagerwirtschaft. Eine Fachausbildung oder gar ein Studium werden für Helfertätigkeiten nicht vorausgesetzt, dementsprechend sind auch die Verdienste gering: Während das durchschnittliche Einkommen im Logistiksektor bei 3.703 Euro brutto liegt – und damit etwa 350 Euro unter dem Bremer Durchschnitt –, beträgt es in der sogenannten Leistungsgruppe 5, der die meisten Helfer zugeordnet sind, nur 2.037 Euro brutto. Große Unzufriedenheit mit dem Einkommen und der in Aussicht stehenden Rente sind die Folge.

Digitalisierung: Viele Tätigkeiten ersetzbar  
Die Digitalisierung droht viele Tätigkeiten in der Logistik überflüssig zu machen. Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung könnten schon heute mehr als die Hälfte der Logistiktätigkeiten von Maschinen oder künstlichen Intelligenzen erledigt werden. Dies korrespondiert mit den Ergebnissen der Beschäftigtenbefragung der Arbeitnehmerkammer aus dem Jahr 2019, wonach fast 25 Prozent der Beschäftigten im Logistiksektor ihren Arbeitsplatz durch die Digitalisierung gefährdet sehen.

„Und doch wächst der Logistiksektor aktuell und trägt im Land Bremen zum Beschäftigungsplus bei“, betont Ingo Schierenbeck. Die Arbeitgeber müssten jedoch vorausschauen und ihre Beschäftigten für die anstehende Digitalisierung qualifizieren. „Damit am Ende nicht die Beschäftigten zu Verlierern des technischen Fortschritts werden.“ Zudem müssen die Einkommen erhöht und die Arbeitsbedingungen verbessert werden, damit die Logistik zukünftig für Beschäftigte attraktiv wird. 

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