Pressemitteilung

28.05.2021

Treiber am Arbeitsmarkt: Wissenswirtschaft befördert Innovation und gute Arbeit

Bremen bleibt im Vergleich zu anderen Städten in der Entwicklung zurück

Rund ein Drittel der Bremer und Bremerhavener Beschäftigten arbeitet inzwischen in sogenannten wissensintensiven Branchen – etwa in IT- oder Ingenieurbüros, Forschung, Entwicklung und anderen Beratungsdienstleistungen oder auch dem wissensintensiven produzierenden Gewerbe. Damit hat Bremen in den vergangenen Jahren  zwar deutlich aufgeholt, bleibt im Vergleich zu anderen Städten aber noch zurück. „Wer die Wissenswirtschaft stärkt, stärkt auch die Zukunftsfähigkeit der Region. Denn dort, wo viele Hochqualifizierte in anspruchsvollen Tätigkeiten arbeiten, sind Wertschöpfung und Einkommensniveau hoch – die Arbeitslosigkeit dagegen gering. Wissensintensive Branchen sind Innovationstreiber für den gesamten Wirtschaftsstandort“, betont Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen.

Die sogenannten wissensintensiven Wirtschaftszweige sind im besonderen Maße von der „Ressource Wissen“ abhängig. Der Anteil an Akademikerinnen und Akademikern ist in diesen Branchen besonders hoch. Städte und Regionen, in denen die Wissenswirtschaft floriert, profitieren im strukturellen Wandel und haben gute Erfolgsaussichten, sich im Standortwettbewerb zu behaupten. Städte sind dabei deutlich im Vorteil, denn: Hier trifft meist eine ausgebaute Wissenschafts-, Forschungs- und Bildungsinfrastruktur unmittelbar auf kluge Köpfe, die vom urbanen Leben angezogen werden.
        
Trotz dieser Vorteile hat die Wissenswirtschaft hierzulande nicht die gleiche Bedeutung wie in anderen vergleichbaren Städten: In der Stadt Bremen sind 34,1 Prozent der Beschäftigten in der Wissenswirtschaft tätig, in den anderen Vergleichsstädten sind es im Durchschnitt 40,2 Prozent. Noch deutlicher ist der Unterschied in Bremerhaven: Während in der Seestadt nur 23,1 Prozent der Beschäftigten in wissensintensiven Branchen arbeiten, sind es in vergleichbaren Städten durchschnittlich 33,1 Prozent.

Für die Stadt Bremen gilt: Schnell wachsend sind Teilbereiche wie das Gesundheitswesen sowie technische Beratung und Forschung. Stark ist Bremen zudem bei der wissensintensiven Industrie, zu der neben der Luft- und Raumfahrtbranche auch der Automobilbau zählt, auch wenn in Bremen vorrangig produziert und weniger geforscht, entwickelt und designt wird. In anderen wissensintensiven Segmenten wie der IT, den Beratungsdienstleistungen, dem Finanzwesen oder auch dem Medien- und Kulturbereich hat Bremen noch deutlich Nachholbedarf.

Ähnlich sieht es in Bremerhaven aus: Auch hier gibt es vergleichsweise wenig Beschäftigung in der IT, in Ingenieur- oder Architekturbüros und anderen Beratungsdienstleistungen. Zudem ist in Bremerhaven die wissensintensive Industrie wenig vertreten. Stark ist die Seestadt dagegen weiterhin im Wissenschaftsbereich, etwa mit der Hochschule und den zahlreichen Instituten und Forschungseinrichtungen.

Bremen attraktiv machen
Deutlich besser steht Bremen – zumindest im Bundesländervergleich – bei den Gründungsaktivitäten da. Der Anteil der wissensintensiven Wirtschaftszweige an allen Gründungen von Unternehmen liegt hier bei fünf Prozent. Nur Berlin kann die Hansestadt laut einer aktuellen Auswertung mit sechs Prozent noch toppen. Das Saarland liegt mit Bremen gleich auf Rang 2. Zwar gingen in den vergangenen Jahren überall die Gründungen zurück, im Land Bremen jedoch nur sehr gering.

„Bremen hat mit dem sogenannten Starthaus schon gute Ansätze, Gründungen zu bündeln und zu befördern. Und auch bei der Wissenswirtschaft hat Bremen Fortschritte gemacht“, lobt Schierenbeck. Bremen müsse aber noch mehr dafür tun, um auch attraktiv genug zu sein, damit hoch qualifizierte Beschäftigte gern für einen Job nach Bremen wechseln oder nach dem Studium in der Stadt blieben. Bremen brauche bezahlbaren Wohnraum, gesicherte Kinderbetreuung, ein gutes Freizeit- und Kulturangebot und natürlich gute Bildungseinrichtungen.

Die wissensintensiven Branchen gehörten auch bei der Neu-Konzeptionierung der Innenstadt auf der Prioritätenliste ganz nach oben. „In der City arbeiten rund 30.000 Beschäftigte, zusammen mit der Bahnhofsvorstadt sind es sogar 45.000. Die Innenstadt muss zukünftig mehr sein als nur Einkaufsmeile. Sie sollte sich umfassend wandeln zu einem Quartier, in dem gelebt und gearbeitet wird – mit einem Mix aus Wohnen, Büros und Gewerbe, attraktiven Leuchtturmprojekten und innovativer Nutzung“, betont Schierenbeck. Um wissensintensive Branchen in die City zu holen, sei es auch gut, Teile der Hochschule und Universität in der Innenstadt anzusiedeln. „Arbeiten und Leben gehören zusammen – auch in der Innenstadt. Davon profitiert auch der Einzelhandel“, so Schierenbeck.

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