Pressemitteilung

20.02.2020

Beschäftigte im Krankenhaus entlasten, halten und gewinnen

Arbeitnehmerkammer zum Urteil des Staatsgerichtshofs

Das Bremer Verfassungsgericht hat heute (Donnerstag) über das Volksbegehren für mehr Personal im Krankenhaus entschieden. Auch wenn das Volksbegehren hiermit an sein Ende gekommen ist, und keine landesrechtlichen Spielräume für verbindliche Personalvorgaben im Krankenhausbereich festgestellt hat, besteht das Problem des Pflegenotstands weiter. „Die bundeseinheitlichen Pflegepersonaluntergrenzen sind zu niedrig und nicht geeignet für eine gute Versorgung und Entlastung des Personals“, mahnt Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer. Auf diesen Missstand hat im Januar bereits ein Bündnis aus ver.di, Deutscher Pflegerat und Deutscher Krankenhausgesellschaft hingewiesen und einen alternativen Vorschlag zur Personalbemessung im Krankenhaus vorgelegt („PPR 2.0“).

Bremer Krankenhäuser überdurchschnittlich belastet
Das Pflegepersonal in den Bremer Krankenhäusern ist im Bundesvergleich überdurchschnittlich belastet. Während bundesweit die Zahl der Beschäftigten in der Krankenpflege zwischen 2007 und 2017 um neun Prozentpunkte gestiegen ist, hat sie im Land Bremen um zehn Prozentpunkte abgenommen. Gleichzeitig hat die Zahl der zu behandelnden Fälle stark zugenommen: Immer weniger Pflegerinnen und Pfleger müssen sich also um immer mehr Patientinnen und Patienten kümmern. „Die Arbeitsbelastung ist in Bremen deutlich gestiegen und höher als in anderen Regionen, deshalb ist es hier besonders nötig, mehr Krankenhauspersonal einzustellen und das Personal auch zu halten“, betont Schierenbeck.

Um Pflegefachkräfte zu gewinnen, müssen vor allem die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Bundesweite Befragungen haben gezeigt, dass bis zu 200.000 ehemalige Pflegekräfte bereit sind, in den Beruf wieder einzusteigen. Als wichtigste Bedingungen nennen sie mehr Personal, andere Strukturen und Arbeitsbedingungen sowie nicht zuletzt eine bessere Bezahlung. Ingo Schierenbeck: „Das Land Bremen ist gut beraten, mit seinen kommunalen Krankenhäusern beispielhaft voranzugehen und sich zu bedarfsorientierten Personalvorgaben zu verpflichten, so wie es etwa der alternative Vorschlag von ver.di, Pflegerat und Krankenhausgesellschaft vorsieht. Nur mit guten Arbeitsbedingungen und ausreichend Personal wird die Krankenversorgung im Land Bremen auch in Zukunft gewährleistet werden können."

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