Pressemitteilung

11.12.2019

Ausbildungsmarkt bleibt angespannt

Arbeitnehmerkammer zu neuesten Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung

Der Ausbildungsmarkt in Bremen bleibt angespannt – das zeigen heute veröffentlichte Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die das im Sommer begonnene Ausbildungsjahr vollständig bilanzieren. Erneut ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge zurückgegangen, und zwar um 1,4 Prozent. „Das ist keine gute Botschaft, weder für die Betriebe, denen die Fachkräfte ausgehen, noch für die Jugendlichen, die keine Lehrstelle gefunden haben“, kommentiert Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen.

Brisante Mischung: Die Boomer gehen und der Nachwuchs fehlt

Knapp 70.000 Beschäftigte im Land Bremen sind 55 Jahre und älter. Das ist die Babyboomer-Generation, die ab jetzt Jahrgang für Jahrgang in Rente geht. Doch nach den Boomern klafft auf dem Fachkräftearbeitsmarkt eine große Lücke. Seit langem gehen das Ausbildungsengagement und die Zahl der Lehrstellen in den dualen Ausbildungsberufen zurück: 2009 wurden noch 6.132 Azubis eingestellt, 2019 waren es nur noch 5.778. Innerhalb von zehn Jahren sind mehr als 350 Ausbildungsplätze verloren gegangen.

Ausbildungsmarkt steht unter Spannung

Auch 2019 ist es nicht gelungen, den Sinkflug bei den Ausbildungsverträgen zu stoppen. Am mangelnden Interesse der Jugendlichen lag das nicht. 8.334 Bewerberinnen und Bewerber zählt die BIBB-Statistik. Das Missverhältnis ist groß: Auf 100 Ausbildungsinteressierte kommen im Land Bremen nur knapp 72 Lehrstellen. Allein bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit gingen mehr als 700 ausbildungsreife Jugendliche leer aus.

Fehlende Ausbildungsplätze hinterlassen ihre Spuren

Die vielen Jahre mit zu wenigen Ausbildungsplätzen haben Spuren hinterlassen: Knapp 21 Prozent der 25- bis 35-Jährigen im Land Bremen haben keinen Berufsabschluss, während der Wirtschaft die Fachkräfte ausgehen.

Gleichzeitig bleiben aber auch Ausbildungsplätze in den Betrieben unbesetzt. Etwa 200 vakante Stellen bilanzierte die Agentur für Arbeit in diesem Jahr. Besonders betroffen waren kaufmännische Dienstleistungsberufe und Berufe in Verkauf und Körperpflege. Für etwa zwei Drittel der unbesetzt gebliebenen Ausbildungsplätze waren bei Berufsberatung geeignete Jugendliche gemeldet, trotzdem haben sie und die Betriebe nicht zusammengefunden. „Bremen muss die Anstrengungen verstärken, das Übergangssystem von der Warteschleife zum Chancenverbesserungssystem umzubauen“, betonte Schierenbeck. Damit auch die Jugendlichen, die nicht gleich nach dem Schulabschluss eine Ausbildungsstelle finden, eine Chance auf eine Ausbildung erhalten. 3.170 noch schulpflichtige Jugendliche landeten allein 2018 in schulischen Ersatzmaßnahmen, die meisten hatten einen Hauptschulabschluss.

Große Betriebe bilden zu wenig aus

Den größten Teil der Verantwortung für die Fachkräftesicherung übernehmen heute die kleinen und mittleren Unternehmen: 70 Prozent der Auszubildenden haben hier ihre Lehrstelle, und sie sind schon heute aufgeschlossener für leistungsschwächere junge Menschen. Das Ausbildungsengagement der Großbetriebe ist dagegen unterdurchschnittlich. Dabei verfügen gerade sie über mehr zeitliche, personelle und technische Kapazitäten für die Berufsausbildung.

 

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