Arbeit und Gesundheit

Die Mutter-Kind-Kur

Stark für den Alltag – die Mutter-Kind-Kur

Familie, Haushalt, Beruf – gerade Mütter bekommen aufgrund der Mehrfachbelastung oft gesundheitliche Probleme. Eine Mutter-Kind-Kur kann helfen, Kraft zu tanken, Erkrankungen vorzubeugen, zu heilen oder zu lindern. Wer sich im Vorfeld beraten lässt, hat bessere Chancen auf eine Bewilligung.

Text: Anette Melerski

Noch immer sind es hauptsächlich Mütter, oft berufstätig, die eine sogenannte Mutter-Kind-Kur beantragen. Doch auch Väter haben, so sie in der Familie für die Kindererziehung zuständig sind, Anspruch auf diese Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Diese bewilligen Mutter-Kind-Kuren, wenn die medizinischen Voraussetzungen gegeben sind: Nervliche und seelische Überlastung, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit, Kopfschmerzen und Migräne, Schlafstörungen und Angstgefühle können einen Antrag rechtfertigen. Kinder bis zu zwölf Jahren, die zu Hause nicht betreut werden können, dürfen Mutter oder Vater begleiten. Bei behinderten Kindern gilt diese Altersbeschränkung  nicht. Liegt beim Nachwuchs eine ärztlich attestierte Erkrankung vor, können auch für Kinder Therapiemaßnahmen bewilligt werden. Viele Kurkliniken bieten für schulpflichtige Kinder bei einem Kurtermin außerhalb der Ferien wissenserhaltenden Unterricht an.

Schritt für Schritt zur Kur

Wer eine Kur in Erwägung zieht, sollte sich schon vor dem Gang zum Arzt von Kurberatungsstellen beraten lassen: Sie unterstützen individuell und kostenlos beim Ausfüllen des Antrags für die Krankenkasse, bei Fragen der Finanzierung bis hin zur Wahl der geeigneten Kurklinik. Um eine Kur bewilligt zu bekommen, muss ein ärztliches Attest vorliegen, das ausführlich den Gesundheitszustand und die Beeinträchtigungen im Alltag beschreibt. Erwähnt werden sollten zudem spezifische, mütterbezogene Belastungsfaktoren, zum Beispiel als Alleinerziehende oder bei Berufstätigkeit. Mutter-Kind-Kuren sind immer stationäre Maßnahmen, die entweder Erkrankungen vorbeugen, sie heilen oder Beschwerden lindern. Je nach medizinischer Indikation und Klinik variieren die Angebote: Auf dem individuell erstellten Therapieplan können zum Beispiel Sport- und Bewegungsangebote und Massagen ebenso stehen wie Entspannungstechniken.

Der Bescheid: Bewilligung oder Ablehnung

Ist die Kur bewilligt, kann es an die Vorbereitungen gehen. Berufstätige sollten ihren Arbeitgeber dann sofort über Termin und Dauer informieren. Urlaub müssen sie nicht nehmen, Lohn oder Gehalt werden für den Zeitraum der Kur weitergezahlt. In der Regel dauert eine Kur drei Wochen. Die Kosten für eine Kur übernimmt bis auf den Eigenanteil in Höhe von zehn Euro pro Tag die gesetzliche Krankenkasse. Kinder sind von allen Zuzahlungen befreit.

Widerspruch lohnt sich

Bei einer Ablehnung sollte man nicht aufgeben, sondern Widerspruch einlegen. Mitunter müssen dann noch weitere Atteste eingereicht werden, aber die Quote spricht für sich: Mehr als 50 Prozent all  derjenigen, die einer Ablehnung widersprochen haben, sind erfolgreich. Unterstützung beim Widerspruch gegen den Bescheid bieten Ärztin oder Arzt sowie Kurberatungsstellen.

Weitere Informationen AKB003_IconInfo

Informationen und Beratung rund um die Mutter-Kind-Kur gibt es zum Beispiel beim Müttergenesungswerk und beim Deutschen Arbeitskreis Familienhilfe.

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