Urlaub

Was Beschäftigte wissen sollten

Urlaub 2017

Wer bestimmt eigentlich, wann und wie Urlaub gemacht wird? Solche und weitere Fragen aus dem Urlaubsrecht beant­wortet die Rechtsberatung der Arbeitnehmerkammer.

Anzahl der Urlaubstage

Beschäftigte haben Anspruch auf mindestens vier Wochen bezahlten Jahresurlaub (zum Beispiel 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche und 20 Tage bei einer Fünf-Tage-Woche). ­Weniger ist nicht erlaubt. Viele Arbeitnehmer haben allerdings einen höheren Urlaubsanspruch aus Tarifverträgen oder aus dem Arbeitsvertrag. Außerdem steht Schwerbehinderten und Jugendlichen zusätzlicher Urlaub zu. Wer neu im Betrieb ist, kann nach sechs Monaten den vollen Jahresurlaub beanspruchen.

Krank im Urlaub

Wer im Urlaub krank wird und ein ärztliches Attest vorlegt, dem werden die Urlaubstage vom Arbeitgeber gutgeschrieben. Will man diese nicht verbrauchten Urlaubstage im Anschluss an die Krankheit nehmen, muss man zuvor die Zustimmung des Arbeit­gebers ­einholen.

Der Zeitpunkt

Legt der Arbeitgeber den Urlaub fest, hat er grundsätzlich die Wünsche seiner Mitarbeiter zu berücksichtigen. Dabei haben beispielsweise Arbeitnehmer Vor­rang, die an die Schul­ferien gebunden sind. Nur ausnahmsweise kann der Urlaub aus dringenden betrieblichen Gründen abgelehnt werden. Ist der Urlaub einmal ge­­nehmigt, kann er nur in Not­fällen – zum Beispiel bei Existenzgefährdung des Betriebs – vor Urlaubsantritt geändert ­werden. Dann muss der Arbeitgeber aber etwaige Storno­gebühren für eine Reise ersetzen.

Die Dauer des Urlaubs

Urlaub dient der Erholung. ­Deshalb müssen Arbeitnehmer mindestens zwölf zusammenhängende Werktage Urlaub im Jahr bekommen. Der Abkauf des Urlaubs – also das Auszahlen – durch den Arbeitgeber ist nicht erlaubt, solange das Arbeitsverhältnis besteht.

Rückholen aus dem Urlaub

Beschäftigte haben ein Recht auf Urlaub. Wenn der Urlaub genehmigt ist, kann er grundsätzlich nicht ­wieder zurückgenommen werden. Der Arbeitgeber hat keinen Anspruch auf die Arbeitskraft eines Mitarbeiters außerhalb dessen Arbeitszeit. Das gilt für Urlaub wie Feierabend. Anrufe und Nachrichten sind nur in absoluten Notfällen erlaubt. Das Diensthandy müssen Arbeitnehmer im Urlaub nicht angeschaltet haben. Die private Handy­nummer müssen Beschäftigte dem Unternehmen nicht geben.

Text: Hanna Mollenhauer
Foto: Kay Michalak

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