Mit heiler Haut durch den Tag

Tipps für die richtige Pflege

Text: Frauke Janßen

Im Arbeitsalltag sind es vor allem die Hände, die leiden: Sie reinigen, schleifen, bauen, hantieren mit verschiedensten Materialien und Substanzen – kurzum: sie müssen ständig zupacken. Wer sein größtes Organ nicht ausreichend vor den beruflich bedingten Belastungen schützt, bezahlt das nicht selten mit trockenen Stellen, Rissen, Rötungen, Juckreiz und entzündlichen Reaktionen wie Ekzemen. Letztere können bei anhaltender Reizung auch chronisch werden. Die Behandlung von Hauterkrankungen kann langwierig und teuer werden – oftmals ohne, dass sie die gewünschte Heilung bringt. Hautschutz ist daher das oberste Gebot.

Wie kann die Haut geschützt werden?

Hautschutz bei der Arbeit ist Aufgabe des Arbeitgebers. Er muss anhand der Gefährdungsbeurteilung ermitteln, welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind und diese auch finanzieren. Gefährdungsvermeidung hat Priorität, vor allem durch technische und organisatorische Maßnahmen. Dazu gehört, die Arbeit so zu organisieren und zu gestalten, dass Feuchtarbeit und Kontakt mit schädigenden oder mit reizenden Stoffen wie Seife, Tensiden oder Lösemitteln weit wie möglich verhindert wird. Reicht das nicht aus, kommen personenbezogene Schutzmaßnahmen in Betracht:

Schützen:

Wenn der Kontakt mit hautschädigenden Faktoren nicht zu vermeiden ist, muss der Arbeitgeber Schutzhandschuhe zur Verfügung stellen. Die Handschuhe müssen passen und sollten nur über trockene und saubere Hände gezogen werden. Wer bei der Arbeit Handschuhe tragen muss, sollte sie zwischendurch so oft es geht ausziehen. Sobald sie von innen feucht sind, auswechseln. Einmalhandschuhe nur kurz für die betreffende Tätigkeit und nicht dauerhaft tragen! Längeres Tragen belastet die Haut, weil sie schwitzt und aufweicht.

Schonend reinigen:

Lauwarmes statt heißes Wasser benutzen, weil letzteres die Haut zusätzlich beansprucht. Die Hände nur kurz befeuchten und mit pH-neutraler Waschlotion waschen. Anschließend gut abspülen und mit weichen Einmaltüchern abtrocknen. Nicht öfter waschen als nötig!

Pflegen:

Nach dem Waschen die Creme auf die trockenen Hände auftragen, dabei Fingerzwischenräume und -kuppen, Nagelfalze und Handgelenke nicht vergessen. Pflege- und Hautschutzprodukte in Tuben oder Spendern bereitstellen, weil sie hygienischer sind als Gemeinschaftsdosen. Möglichst Cremes ohne Duft- und Konservierungsstoffe verwenden.

Vor Infektionen schützen:

Bei Tätigkeiten mit Infektionsrisiko Einmalhandschuhe benutzen. Nach Kontakt mit infektiösem Material müssen die Hände desinfiziert werden, um eine Keimübertragung zu verhindern. Sind die Hände nicht sichtbar verschmutzt, reicht die Desinfektion meist schon aus, sie belastet die Haut weniger als Waschen.

Wenn in feuchten Milieus oder mit hautschädigenden Stoffen gearbeitet wird, muss der Arbeitgeber den Beschäftigten arbeitsmedizinische Vorsorge anbieten. Sind bereits Symptome auf der Haut aufgetreten, heißt es: So schnell wie möglich fachärztliche Hilfe und die betriebsärztliche Beratung in Anspruch nehmen.

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