Rechtsirrtum

"Bei Eisglätte darf ich den Gehweg vor meinem Haus mit Salz streuen."

Das stimmt nur in Ausnahmefällen.

Bremen verbietet das Streuen mit Salz grundsätzlich. Ausnahmen für vereiste Treppen und steile Hänge werden aber toleriert: Salz darf nur in geringen Mengen und nur bei Glatteis sowie zum Auftauen festgetretener Eis- und Schneerückstände gestreut werden. Allerdings nicht dort, wo Bäume an den Straßen stehen oder begrünte Grundstücke angrenzen.

Fällt Schnee, sollte mit Schneeschieber oder Besen an den Gehwegrand geräumt werden. Danach werden abstumpfende Mittel wie zum Beispiel Streusand, Splitt, Kies, Sägespäne oder Granulat gestreut. Das Siegel des Blauen Engels hilft, umweltfreundliche Produkte zu finden.

Der NABU Bremen empfiehlt, grundsätzlich auf Streusalz zu verzichten, da es Böden und Gewässer belastet und Pflanzenwurzeln und Tierpfoten angreift. Bei Eisregen gibt es auf Treppen und Rampen wenig Alternativen zum Salz, allerdings sollte es dann sparsam eingesetzt werden: Ein Esslöffel Salz mit einer guten Handvoll Sand gemischt reichen. Sinken die Temperaturen unter zehn Grad minus, hilft auch kein Kochsalz mehr.

Übrigens: Das Bremische Landesstraßengesetz sieht für Eigentümer oder deren Mieter bei Schnee und Eis eine Räum- und Streupflicht vor und zwar werktags von 7 bis 20.30 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 9  bis 20 Uhr. Sonst haften sie bei Unfällen.

Text: Hanna Mollenhauer
Juristische Beratung: Dirk Riekens, Rechtsberater in Bremerhaven

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