Arbeit und Gesundheit

Arbeit am Bildschirm - Tipps für entspannte Augen

Wer oft lange am Computer arbeitet, kennt die Folgen für die Augen: Sie brennen und sind müde.

Text: Janet Binder

Augen mögen es, den Blick schweifen zu lassen. Optimal für sie ist es, im Wechsel Dinge in der Nähe zu fokussieren und in die Ferne schauen. Bei der Arbeit am PC starren die Augen aber nur nach vorne. Die Augenmuskeln müssen sich anstrengen, die Sehzellen auf der Netzhaut sind stark beansprucht. Durch das  konzentrierte Arbeiten am Monitor werden die Lidschläge seltener, dadurch verteilt sich die  Tränenflüssigkeit weniger auf der Hornhaut – die Augen werden trocken.

Ist der Bildschirm blendfrei?

Damit es erst gar nicht zu Augenbeschwerden kommt, sollte zunächst der Arbeitsplatz vorschriftsmäßig gestaltet werden: Ist zum Beispiel der Bildschirm im richtigen Abstand und ohne störende Lichtreflexe oder Gegenlicht aufgestellt? Wird ein matter Monitorbildschirm verwendet? Hat der Arbeit­geber die Arbeit so  organisiert, dass regelmäßig zwischen Zeiten am Bildschirm und Zeiten ohne abgewechselt werden kann? Zusätzliche Pausen, auch kurze, sind ebenso hilfreich. Nehmen Sie die regelmäßig vom Arbeitgeber angebotene arbeitsmedizinische Vorsorge wahr, bei der vom Betriebsarzt abgeklärt wird, ob der Arbeitsplatz gut gestaltet und ob eine Bildschirmbrille erforderlich ist.

Führen die Maßnahmen immer noch nicht zum erwünschten Erfolg, sollte verstärkt darauf geachtet werden, dass sich die Augen auch in der Freizeit erholen dürfen. Denn nicht nur beim Job sitzen viele Menschen vorm Bildschirm: Laptop, Tablet und Smartphone sind oft wichtige Freizeitbegleiter. Tipp: Zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn einfach mal aus dem Fenster schauen statt aufs Handy.

Kleine Übungen über den Tag verteilt bringen großen Erholungswert

Experten für betriebliches Sehtraining empfehlen zusätzlich, Augenübungen am Arbeitsplatz zu machen. Schon kleine Einheiten über den Tag verteilt bringen großen Erholungswert. Sie sollten zur Gewohnheit werden. Am Anfang können kleine Erinnerungshilfen wie Notizzettel oder der Handytimer nützlich sein.

Tipps und Übungen für entspannte Augen:

  • Gähnen: Der Vorgang aktiviert die Tränenflüssigkeit. Öffnen Sie den Mund, lassen Sie den Kiefer locker. Schnappen Sie nach Luft – das regt den Gähnimpuls an. 
  • Blinzeln: Dabei wird die durchs Gähnen erzeugte Tränenflüssigkeit auf der Hornhaut verteilt. Die Übung können Sie mit einer bewussten Atmung verbinden. Beim Einatmen blinzeln, beim Ausatmen Augen schließen.
  • Den Blick immer wieder mal vom Bildschirm lösen, in die Ferne schauen oder die Augen in alle Richtungen bewegen.
  • In der Freizeit einfach mal bewusst aufs Smartphone verzichten.
  • Verwenden Sie Geräte mit nicht spiegelnden Displays. Das macht Farben etwas matter, aber es erleichtert das Sehen.

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