Arbeit und Gesundheit

Im Ausland arbeiten — Tipps zur Vorbereitung

Im Ausland arbeiten — Tipps zur Vorbereitung

Als Fußball-Berichterstatter zur Weltmeisterschaft nach Russland, als Mitarbeiterin eines international tätigen Unternehmens in die Auslandsfiliale nach Südamerika, als Projektleitung nach Asien: In Zeiten der Globalisierung wird es immer üblicher, nicht nur im Urlaub, sondern auch im Beruf zeitweise außerhalb von Deutschland unterwegs zu sein. Egal, ob es sich dabei um eine eintägige Geschäftsreise oder einen längeren Auslandseinsatz handelt – sowohl Arbeitgeber als auch Beschäftigte sollten die Reise gut vorbereiten, auch in medizinischer Hinsicht.

Text: Anne-Kathrin Wehrmann

Recherche und medizinische Beratung

Wie sieht die medizinische Infrastruktur im Gastland aus? Gibt es landesspezifische Gesundheitsrisiken? Sind spezielle Impfungen erforderlich beziehungsweise empfehlenswert? Antworten auf Fragen wie diese lassen sich gut im Vorfeld recherchieren und helfen dabei, gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Bei Auslandsaufenthalten empfiehlt es sich zudem, medizinischen Rat einzuholen: Das gilt vor allem für Reisende, die an Allergien, akuten oder chronischen Krankheiten leiden. Weil der Zugang zu Medikamenten in anderen Ländern eventuell erschwert sein kann, ist es hilfreich, eine gut ausgestattete Reiseapotheke bei sich zu haben. Dabei ist zu bedenken, dass bei rezeptpflichtigen Medikamenten bestimmte Einfuhrbestimmungen gelten können.

Pflichten des Arbeitgebers

Die betriebsärztliche Beratung beziehungsweise Untersuchung ist auch dafür da, notwendige Schutzmaßnahmen für die jeweiligen Arbeitsbedingungen festzulegen. Je nach Länge und Ort des Auslandseinsatzes kann es sein, dass der Arbeitgeber zu einer zusätzlichen arbeitsmedizinischen Vorsorge verpflichtet ist. Im Rahmen einer Dienstreise oder einer Entsendung behält in dieser Zeit das heimische Sozialversicherungsrecht seine Gültigkeit. In diesem Fall muss der Arbeitgeber prüfen, ob alle sozialversicherungspflichtigen Belange geklärt sind. Darüber hinaus muss er alle Behandlungskosten sowie Kosten für notwendige Impfungen, Malariaprophylaxe und Schutzkleidung übernehmen.

Hygiene und Co

Die hygienischen Standards sind in anderen Ländern nicht immer vergleichbar mit denen in Deutschland. Neben einem regelmäßigen Händewaschen ist es darum wichtig, nur „sicheres“ Wasser – also aus geschlossenen Flaschen oder notfalls abgekocht – zu trinken. Ein weiterer Tipp: Nahrungsmittel immer schälen und kochen. Wer leicht Verderbliches wie Fisch und Fleisch im Zweifelsfall meidet, ist gut beraten.

Nicht vergessen:

  • Impfpass (eventuell Kopie)
  • Ausweisdokumente (eventuell Kopien)
  • Notfall-Nummern
  • eventuell europäische Versichertenkarte EHIC
  • eventuell Blutgruppe und weitere medizinische Angaben

Weitere Informationen AKB003_IconInfo

Mehr Informationen bietet unsere Broschüre „Gute Reise!“ – Gesund reisen und arbeiten im Ausland. 

Reisemedizinische Beratung und Gelbfieberimpfungen

  • Gesundheitsamt Bremen, 0421.361-85 85
  • Hafenärztlicher Dienst in Bremerhaven,0471.596-137 95

 

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