Die Uhr rückt vor

Tipps für die Umstellung auf Sommerzeit

Die Winterzeit gilt chronobiologisch als die Normalzeit, also in Bezug auf die innere Uhr des Menschen.

Text: Frauke Janßen

„Die zirkadiane Uhr gibt unserem Organismus einen 24-Stunden-Takt vor, der mit dem Sonnenlicht synchronisiert ist. Da wir uns aber überwiegend drinnen aufhalten und unsere Arbeitszeiten nicht mehr zum zirkadianen Rhythmus passen, ist unsere innere Uhr aus dem Gleichgeweicht geraten – mit der Folge, dass viele von uns morgens schlecht aus den Federn kommen. Die Umstellung auf die Sommerzeit verstärkt dieses Problem leider noch“, erläutert Eva Winnebeck, Chronobiologin am Institut für Medizinische Psychologie in München. „Im Nordwesten Deutschlands sind die Menschen von der Zeitumstellung zusätzlich betroffen, weil es dort noch später hell wird als im Süden oder Osten“, sagt Winnebeck. 

Welcher Zeittyp bin ich?

Wie gut die Umstellung der inneren Uhr auf die Sommerzeit gelingt, hängt auch davon ab, welcher Zeittyp der oder die Einzelne ist: Die Spättypen werden Eulen genannt, sie werden erst mittags richtig fit und bleiben es bis in die Nacht hinein. Die Frühtypen dagegen sind Lerchen. Sie sind frühmorgens wach und werden gegen Abend müde. „Die meisten Menschen ticken zwischen diesen Extremen, wobei spätere Zeittypen insgesamt überwiegen“, sagt Eva Winnebeck. Sie vermissen nach der Zeitumstellung am 31. März die eine Stunde morgens ganz besonders schmerzlich.  

Was hilft den Eulen gegen die Müdigkeit?

Licht tanken
Allen Widerständen zum Trotz möglichst früh aufstehen. „Beim Frühstück lässt sich die Dunkelheit mit einer Tageslichtlampe überbrücken“, sagt Winnebeck. Hilfreich ist auch, das Fahrrad für den Arbeitsweg zu nehmen oder zwei Stationen früher aus der Bahn auszusteigen und den Rest zu laufen.
Schlaf fördern
Mittagsschlaf weglassen und abends auf schwere Mahlzeiten verzichten. Und grundsätzlich abends wenig Licht machen. Wer nicht müde wird, sollte dennoch früh zu Bett gehen und das Schlafzimmer gut abdunkeln, damit der Körper möglichst viel vom schlaffördernden Dunkelheitshormon Melantonin bilden kann. Das blaue Licht von Smartphone, Tablet oder Fernseher abends meiden, denn es unterdrückt die Hormonbildung und erschwert damit das Einschlafen.
Laune verbessern
Wer miesepetrig aufsteht, gewöhnt sich nur schwer an die neue Zeit. Musik und helles Licht verbessern dagegen den Start in den Tag. „Insbesondere das morgendliche Licht ist wichtig für die psychische Gesundheit“, so Winnebeck.
Nichts überstürzen
Ganz ohne Geduld geht es nicht, denn die innere Uhr lässt sich nicht von jetzt auf gleich austricksen. Frische Luft und Bewegung im Freien sind immer noch die besten Helfer gegen Müdigkeit. Wer körperlich aktiv ist, regt Kreislauf und Stoffwechsel an, zum Beispiel mit einem morgendlichen Gang zum Bäcker.

Tipps für Lerchen

Und was hilft Frühtypen, die abends länger arbeiten müssen? „Sie machen es umgekehrt“, sagt Eva Winnebeck: „Morgens möglichst alles dunkel halten, und sich dafür abends so viel Licht wie möglich organisieren.“ 

 

Unsere Geschäftsstellen

Bremen-Stadt

Bürgerstraße 1
28195 Bremen

Tel. +49.421.36301-0

Beratungszeiten
Bremen-Nord

Lindenstraße 8
28755 Bremen

Tel. +49.421.669500

Beratungszeiten
Bremerhaven

Barkhausenstraße 16
27568 Bremerhaven

Tel. +49.471.922350

Beratungszeiten

Arbeitnehmerkammer Bremen

© 2017 Arbeitnehmerkammer Bremen