Galerie der Arbeitswelt

Die Busfahrlehrerin

Mit und ohne Lenkrad

Jennifer Jelonnek liebt Herausforderungen und große Fahrzeuge. Als Busfahrlehrerin bei der BSAG hat sie täglich ausreichend von beidem. Ihr Beruf erfordert aber auch einen einfühlsamen Umgang mit Fahrschülern.

Text: Rike Oehlerking - Foto: Kay Michalak

Wenn Jennifer Jelonnek über den Betriebshof in der Vahr geht, winkt man ihr aus Hallen und Büros zu und auch in den Fahrerkabinen vorbeifahrender Busse und Bahnen heben sich grüßende Hände. Sie ist hier allseits bekannt – denn ein Großteil der Mitarbeiter begegnet ihr gleich zu Beginn der eigenen Laufbahn bei der Bremer Straßenbahn AG: Die 30-Jährige ist eine von elf Fahrlehrern beim Bremer Verkehrsunternehmen.

Jung durchgestartet

Jennifer Jelonnek liebt neue Herausforderungen. Nach Realschulabschluss und Fachabitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation in einer Fahrschule. Schnell machte ihr auch das Beantworten inhaltlicher Fragen Spaß. Kurzerhand ließ sich Jennifer Jelonnek mit nur 23 Jahren zur Pkw-Fahrlehrerin ausbilden und war damit eine der jüngsten in Bremen.

Doch sie wollte größere Fahrzeuge fahren. Ihr Bruder arbeitete bei der BSAG und schlug vor, sich dort initiativ zu bewerben. Das tat sie mit Erfolg. Innerhalb von vier Wochen machte Jennifer Jelonnek dann ihren Busführerschein und war anschließend ein halbes Jahr im Fahrdienst. „Das war eine intensive Zeit, in der ich viel gelernt habe“, sagt sie. Sie war sogar so Feuer und Flamme, dass sie einmal mit ihrem Privatauto an einer Bushaltestelle hielt – obwohl sie gar nicht in ihrem Bus saß.

2016 machte sie schließlich die Ausbildung zur Busfahrlehrerin. Zwei Monate lernte sie alles über Gesetze, Vorschriften, pädagogische Aspekte und Technik. Seitdem gibt Jennifer Jelonnek auch selbst noch hinters Lenkrad, um den Bezug nicht zu verlieren. Ihre Lieblingslinien sind die 24 und 25. „Die Linien decken sehr lange Strecken ab. Da hat man nach zwei Stunden nicht schon viermal dieselbe  Kreuzung gesehen“, erklärt sie.

Gefühl und Geduld

Für wichtig hält Jennifer Jelonnek bei ihren Job vor allem das Einfühlungsvermögen. „Jeder lernt anders“, betont sie. Geduld und Flexibilität seien ebenso wichtig wie räumliches Denken, Technikverständnis und Zeitmanagement.

Jennifer Jelonnek hat noch weitere Pläne: „Demnächst lerne ich Straßenbahnfahren und lasse mich zur Bahnfahrlehrerin ausbilden“, erzählt sie freudig, „Nach all den Jahren im Bus ist es sicher spannend, ohne Lenkrad unterwegs zu sein.“

Die Busfahrlehrerin AKB003_IconInfo

Um bei der BSAG Fahrlehrerin oder Fahrlehrer zu werden, wird ein Fahrlehrerschein benötigt – beziehungsweise die Bereitschaft, diesen zu erlangen. Die Ausbildung dauert ohne anrechenbare Vorkenntnisse 1,5 Jahre und wird in einer externen Fahrlehrerausbildungsstätte absolviert. Dazu gehört auch ein Praktikum in einer externen Fahrschule. Die Führerscheinklassen B für Pkw und DE für Busse sind Voraussetzung für die Ausbildung zum Busfahrlehrenden. Die Berufsinhalte sind sowohl rechtlicher wie auch technischer Natur. Hinzu kommen pädagogische Anteile.

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