Kein Ausbildungsplatz? Keine Panik!

Infos und Tipps für die Lehrstellensuche

Im Herbst beginnt für Auszubildende in Bremen und Bremerhaven traditionell die Lehrzeit. Wer jetzt noch keinen Ausbildungsplatz hat, sollte nicht verzweifeln. Es gibt noch Möglichkeiten, damit sich im Lebenslauf keine Lücke auftut.

Text: Melanie Öhlenbach
Foto: Jonas Ginter

Die gute Nachricht vorweg: Auch kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres gibt es im Lande Bremen erfahrungsgemäß noch Lehrstellen. „Die Suche nach interessierten Auszubildenden läuft in den Firmen bis in den August noch auf Hochtouren“, sagt Carola Brunotte von der Jugendberufsagentur. Dass der Ausbildungsmarkt den Sommer über noch in Bewegung ist, beobachten auch die Kammern. „Bei vielen Firmen kann sich kurzfristig noch etwas ändern“, sagt Björn Reichenbach, bei der Handelskammer zuständig für Ausund Weiterbildung. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Einerseits sagen Bewerberinnen oder Bewerber ihre Stelle ab, andererseits entscheiden sich manche Betriebe erst spät dafür auszubilden.

Wie offene Lehrstellen finden

Günter Roes arbeitet als Berater im Projekt ‚Passgenaue Besetzung von Ausbildungsplätzen‘ bei der Handwerkskammer. Er empfiehlt, Jobbörsen im Internet gezielt zu durchsuchen und sich dann ans Telefon zu hängen: „Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich immer zunächst anrufen, ob die Plätze noch frei sind.“ Wer eine Lehrstelle im Handwerk sucht, kann sich auch an ihn wenden.

Für kaufmännische und gewerblich-technische Ausbildungsberufe sind die Ausbildungsbüros in der Handelskammer in Bremen und Bremerhaven ansprechbar. Die Kammern kooperieren mit der Jugendberufsagentur, die außerdem zusammen mit weiteren Partnern im September Nachvermittlungsaktionen für alle durchführt, die bei der Agentur für Arbeit gemeldet sind.

Allzu viel Zeit sollte man sich bei der Suche nach einer Lehrstelle aber nicht mehr lassen. Ausbildungsplätze sind im Land Bremen heiß begehrt. „Zuletzt kamen auf 100 Bewerberinnen und Bewerber nur 87 Ausbildungsplätze – die jungen Menschen aus dem Umland nicht eingerechnet“, sagt Regine Geraedts, Referentin für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik bei der Arbeitnehmerkammer. Derzeit bildet nur noch jeder fünfte Betrieb im Land aus. „Auf 100 Beschäftigte kommen nur noch fünf Auszubildende.“

Infos zum Ausbildungsmarkt im Land Bremen

Flexibel sein

Ein weiterer Knackpunkt: Nicht jede freie Stelle entspricht unbedingt den eigenen Vorlieben. „Je näher der Ausbildungsbeginn rückt, desto mehr sinkt die Wahrscheinlichkeit, den Traumberuf zu bekommen“, sagt Reichenbach. Sein Tipp: flexibel sein und notfalls auch einen längeren Fahrtweg in Kauf nehmen. Roes empfiehlt einen Plan B, also neben dem Erstberufswunsch nach Alternativen zu schauen.

Und wenn es am Ende doch nicht klappt? Für manche Berufe gibt es die „Bremer Berufsqualifizierung“. Die ermöglicht das erste Ausbildungsjahr in der Berufsschule zu absolvieren und im zweiten in einen passenden Betrieb zu wechseln. Auch eine betriebliche Einstiegsqualifizierung kann weiterhelfen. Die Kombination aus Langzeitpraktikum und Berufsschule kann sich als ein Türöffner entpuppen. Informationen dazu gibt es bei den Kammern und der Jugendberufsagentur.

Infos und Adressen AKB003_IconInfo

Lehrstellenbörsen für das Land Bremen

es-ist-deine-staerke.de
ihk-lehrstellenboerse.de
job4u-ev.de
jugendberufsagentur-bremen.de
nordstarter.online

Jugendberufsagentur

jugendberufsagentur-bremen.de

Ausbildungsbüro in der Handelskammer

Bremen: 0421.36 37–459 oder -425
Bremerhaven: 0471.9 24 60-522 oder -521
Website

Handwerkskammer

Bremen: 0421.3 05 00-136 oder -137
Bremerhaven: 0471.9 72 49-12
Website

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