Genug Wasser trinken

Wer sollte was in welchen Mengen trinken? Tipps für die Arbeit

Text: Anne-Katrin Wehrmann

Viele kennen es aus eigener Erfahrung: Der Arbeitstag ist mal wieder so hektisch, dass der Griff zur Wasserflasche zu kurz kommt. Die Folgen machen sich schnell negativ bemerkbar, denn wer nicht genug trinkt, kann sich nicht mehr so gut konzentrieren und wird müde – oder bekommt bei größerem Flüssigkeitsdefizit sogar Kopfschmerzen. „Unser Blut besteht zu 90 Prozent aus Wasser“, erläutert Wiebke von Atens-Kahlenberg, DiplomOecotrophologin am Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS). „Und wenn zu wenig Wasser im Körper ist, fließt das Blut nicht mehr so gut.“ Dem Gehirn fehle es dann an Sauerstoff, Energie und Nährstoffen: „Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sinken.“

Doch was tun, um das zu verhindern? Die Ernährungsberaterin hat folgende Tipps parat:

  • Über den Tag verteilt etwa anderthalb bis zwei Liter trinken.
  • Bei schwerer körperlicher Arbeit in großer Hitze kann der Flüssigkeitsbedarf um das Drei- bis Vierfache erhöht sein. Auch dann gilt: Die Flüssigkeit in kleinen Mengen über den Tag verteilt aufnehmen.
  • Getränke machen nicht satt, liefern aber eine Menge Kalorien, wenn sie mit Zucker gesüßt sind. Deshalb zuckerfreie Getränke bevorzugen.
  • Den Genuss von Kaffee auf etwa vier bis fünf Tassen pro Tag beschränken. Entsprechend weniger, wenn weitere koffeinhaltige Produkte wie schwarzer oder grüner Tee oder Energydrinks konsumiert werden.
  • Trinken, bevor der Durst kommt – und dafür gegebenenfalls Gedankenstützen in den Arbeitsalltag einbauen. Zum Beispiel: Getränk immer in Sichtweite platzieren; Apps zur Erinnerung nutzen; Absprachen mit Kollegen treffen; „Trinkroutinen“ einführen; Strichliste führen; bei der Arbeit unterwegs und draußen immer Getränke dabeihaben.

Wer Wasser trinkt, macht nichts falsch, sagt Wiebke von Atens-Kahlenberg. „Das ist ein regionales Produkt und hat als besonders streng kontrolliertes Lebensmittel eine gute Qualität.“ Eine Ergänzung durch Mineralwasser sei für gesunde Menschen nicht erforderlich, da auch Leitungswasser Mineralien enthalte und die Versorgung mit Mineral­stoffen im Normalfall über die Nahrung erfolge. Von Limonaden, Eistees sowie Schorlen mit hohem Fruchtsaftanteil rät die Expertin wegen des hohen Zuckergehalts ab. Wer Abwechslung wünsche, könne zwischendurch besser auf Früchte- oder Kräutertee zurückgreifen. „Oder einfach etwas Zitronenmelisse, Gurke, Minze oder Ingwer ins Wasser geben – es ist enorm, welchen Geschmacksunterschied das ausmacht.“

Es ist übrigens nicht so, dass man im Sommer grundsätzlich mehr trinken sollte als im Winter. „Denn im Winter sitzen wir meist in überhitzten Räumen und auch die Luftfeuchtigkeit ist in modernen Bürogebäuden häufig eher gering“, er­läutert von Atens-Kahlenberg. Nach Aussage der Ernährungsberaterin ist es so gut wie unmöglich, zu viel zu trinken: Gesunde Nieren könnten sich einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr gut anpassen, meint sie. „Nur wer sehr große Mengen in sehr kurzer Zeit trinkt, also zum Beispiel sechs Liter in einer Stunde, kann gesundheitliche Probleme bekommen.“

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