Nase voll?

Gesund durch die Erkältungszeit

Text: Melanie Öhlenbach

Erkältungskrankheiten mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit werden in der Regel via Tröpfcheninfektion übertragen. Und das nicht nur durch direktes Anniesen, -husten oder -sprechen. Robuste Viren und Bakterien finden sich auch auf Türklinken, Haltegriffen in Bus und Bahn, Computertastaturen,  Einkaufswagen und anderen Flächen. Sie gelangen über die Hand auf die Schleimhäute von Auge, Mund und Nase – und somit in unseren Körper.

Um eine Ansteckung zu vermeiden, empfiehlt die Betriebsärztin Verena Hartig, sich möglichst nicht ins Gesicht zu fassen, auf Händeschütteln zu verzichten und vor allem: sich regelmäßig die Hände zu waschen. Mit Wasser und Seife ließe sich das Infektionsrisiko am besten reduzieren, so die Betriebsmedizinerin: „Seife zerstört die Zellwände und tötet so Bakterien und Viren.“ 

Im Winter haben aber nicht nur Erkältungskrankheiten Saison. Auch Spurenelemente und Vitamine stehen hoch im Kurs – sei es in Form von echten Orangen und Zitronen oder als Nahrungsergänzungsmittel. Dass sie vor Erkältungskrankheiten schützen, sei jedoch nicht bewiesen, sagt die Ärztin. Einen Placebo-Effekt mag sie aber nicht ausschließen: „Grundsätzlich tut es Körper und Psyche gut, sich in dieser Zeit besonders zu pflegen.“

Für Husten- und Schnupfengeplagte sind Ruhe und Schonung die beste Medizin. Darüber hinaus hilft es, zwei bis drei Liter Tee und Wasser am Tag zu trinken sowie mit Kamille, Salbei oder Thymian zu inhalieren. Das verflüssige den Schleim und lockeres Sekret lasse sich besser abhusten, erklärt Hartig. Um die Krankheitserreger nicht zu verbreiten, empfiehlt sie, in ein Papiertaschentuch oder den Ellbogen zu niesen und sich nach dem Naseputzen die Hände zu waschen. 

Impfungen gegen Erkältungskrankheiten und grippale Infekte gibt es nicht. Die Schutzimpfung, die ab November angeboten wird, wirkt nur bei echter Grippe, der Influenza. Sie äußert sich binnen Stunden mit Frösteln, Reizhusten, Fieber und Gliederschmerzen, die an einen schmerzenden Muskelkater ähneln. Wer an ihr erkrankt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen.

So waschen Sie Ihre Hände richtig

1. Feuchten Sie die Hände unter fließendem Wasser an. Die Temperatur sollte angenehm sein.

2. Seifen Sie 20 bis 30 Sekunden lang Handinnenfläche, Handrücken, Fingerspitzen, Zwischenräume und Handgelenk gründlich ein.

3. Waschen Sie die Seife unter fließendem Wasser ab.

4. Trocknen Sie die Hände sorgfältig – am besten mit einem Einwegtuch.


Sie können Infekten vorbeugen, indem Sie sich ausgewogen ernähren, ausreichend schlafen, sich – auch an der frischen Luft – bewegen, Ihren Arbeitsplatz und Ihre Wohnung nicht überheizen und für Stressausgleich sorgen. 

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