Statistik für das Land Bremen

Frauen

27.03.2019

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Beschäftigung - Entwicklung nach Branchen

Von den gut 5.000 zusätzlichen Stellen im Land Bremen wurden knapp 2.300 mit Frauen besetzt. In den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wurden mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen eingestellt. Mit der Logistik oder dem Baugewerbe wuchsen zudem männerdominierte Bereiche stark. Frauenarbeitsplätze entstanden vorwiegend in wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, dem Sozialwesen, dem Gastgewerbe und im Bereich Erziehung und Unterricht. Im Handel sind Arbeitsplätze für Frauen verloren gegangen, für Männer hingegen gab es hier einen Zuwachs.

Beschäftigung - Entwicklung nach Branchen

Im Juni 2018 waren in der Stadt Bremen 277.297 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, über 4.200 mehr als im Vorjahr. Den deutlichsten Zuwachs – insgesamt 1.359 Stellen – verzeichneten die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen. Hier hinter verbergen sich Branchen wie Wach- und Sicherheitsdienste, die Gebäudereinigung, der Garten- und Landschaftsbau oder Call-Center. In der Logistik sind fast 1.000 zusätzliche Stellen entstanden. Arbeitsplatzverluste gab es neben der Arbeitnehmerüberlassung auch im Finanz- und Versicherungswesen (minus 346) und im Bereich sonstiger Dienstleistungen (in Summe minus 195) und der Konsumgüterindustrie (minus 116).

Beschäftigung - Entwicklung nach Branchen

Der Beschäftigungszuwachs in Bremerhaven verteilt sich - anders als früher - auf mehrere Branchen, sodass die Arbeitsplatzverluste in der Offshore-Windenergiebranche besser kompensiert werden konnten. Wachstumsstärkster Bereich ist aber nach wie vor mit der Logistik ein maritim geprägter, in dem aufgrund von umstrittenen Arbeitszeitmodellen (6-Stunden-Schicht) viele Teilzeitstellen entstanden sind. Auch im öffentlichen Dienst wurden in erster Linie Teilzeitstellen für Frauen geschaffen. Der Anstieg im Baugewerbe spiegelt den Bau-Boom wider.

Beschäftigungsverhältnisse und Frauenanteil

Während der Männeranteil bei den Vollzeitbeschäftigten fast 70 Prozent beträgt, liegt er in der Teilzeitbeschäftigung bei nur 26 Prozent. Frauen arbeiten im Land Bremen genauso häufig in Teilzeit wie in Vollzeit. Von den sozialversicherungspflichtigen Männern sind es nur 14 Prozent, die in Teilzeit arbeiten. Prekäre Beschäftigung ist oftmals Frauensache: Rund 57 Prozent der Minijobber sind weiblich. Anders sieht es bei der Leiharbeit aus: Hier sind 3 von 4 Beschäftigten männlich.

Beschäftigungsverhältnisse und Frauenanteil

Der Frauenanteil unter allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bremen stagniert bei unter 44 Prozent. Damit bleibt Bremen das Schlusslicht unter den Bundesländern. Für Frauen ist der Zugang zu einem männlich geprägten Arbeitsmarkt, mit verglichen zu anderen Städten höherem Industrieanteil, erschwert.

Arbeitslosigkeit

In Bremerhaven ist die Arbeitslosenquote deutlich höher als in der Stadt Bremen. Das Missverhältnis zwischen Arbeitslosen und Stellenangebot ist hier besonders groß. Männer sind in beiden Kommunen etwas stärker betroffen als Frauen.

Einkommen - Verdienstunterschiede

Der Lohnabstand zwischen Männern und Frauen ist nach wie vor deutlich: in allen Branchen, in allen Leistungsgruppen. Qualifikationsunterschiede, schlechter bezahlte "typische" Frauenberufe, mehr Teilzeitbeschäftigung, aber auch geringere Gehaltszuwächse im Lebensverlauf durch Erwerbsunterbrechungen zugunsten von Kindererziehung spielen hier typischerweise eine Rolle. Studien, die versuchen, solche Struktureffekte aus dem Lohnabstand herauszurechnen, kommen im Ergebnis zu einem sogenannten "bereinigten" Gender Pay Gap von rund sechs Prozent, der letztlich nur mit diskriminierenden Praktiken am Arbeitsmarkt erklärt werden kann. Er enthält keine erklärbaren, strukturellen oder arbeitsplatzrelevanten Gehaltsunterschiede mehr.

Einkommen - Verdienstunterschiede

Vor allem bei Leitungspositionen sind die Unterschiede immens, aber auch bei angelernten Arbeitnehmern, wie man sie häufig in Industrieunternehmen findet. Die Abbildung zeigt, dass es nicht "den" Gender Pay Gap gibt, sondern dass die strukturellen Faktoren der Erwerbstätigkeit von Frauen (Erwerbsunterbrechungen, Teilzeitarbeit, etc.) sich je nach Branche und Qualifikationsniveau im Einkommen unterschiedlich niederschlagen. Ungeachtet des Geschlechts lag in Bremen der Gehaltszuwachs im letzten Jahr in der "Leistungsgruppe 1" besonders hoch, nämlich nominal bei 4,6 Prozent (Durchschnitt 3,0 Prozent).

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