Bildungsurlaub ist jetzt Bildungszeit

Durch die Gesetzesänderung im September 2017 heißt der Bildungsurlaub in Bremen nun Bildungszeit. Durch die Namensänderung soll dieses Bildungsformat sowohl für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber attraktiver werden. Auf einer Webseite können sich Interessierte jetzt gezielt über die Bildungszeit informieren.

Durch die Gesetzesänderung im September 2017 heißt der Bildungsurlaub in Bremen nun Bildungszeit. Durch die Namensänderung soll dieses Bildungsformat sowohl für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber attraktiver werden. Auf einer Webseite können sich Interessierte jetzt gezielt über die Bildungszeit informieren.

Seit über 40 Jahren haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Lande Bremen einen gesetzlichen Anspruch auf Bildungszeit. Sie können auf ein breites Angebot an politischer, allgemeiner, kultureller und beruflicher Weiterbildung zurückgreifen.

Die Idee hinter der Bildungszeit AKB003_IconInfo

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen die Möglichkeit haben, sich abseits des normalen Alltags intensiv und über einen längeren Zeitraum mit einzelnen Themen auseinander zu setzen. Sie haben die Möglichkeit an insgesamt zehn Tagen innerhalb eines Zweijahreszeitraumes, unter Fortzahlung ihres Arbeitsentgeltes, an Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Die Themen der Bildungszeit können frei gewählt werden und müssen keinen Bezug zur Arbeit haben. Thematische oder inhaltliche Vorgaben kann der Arbeitgeber nicht machen. 

Trotz des rechtlichen Anspruches nehmen nur etwa drei Prozent der Bremer Beschäftigten regelmäßig an Bildungszeit teil. Eine Bremer Studie (siehe Literaturhinweis unten) kommt zu dem Ergebnis, dass die Gründe dafür vor allem in Unwissenheit beziehungsweise Unerfahrenheit liegen. Zudem wird das Klima für Bildungszeit in vielen Betrieben als negativ eingeschätzt. Insgesamt herrscht keine selbstverständliche Teilnahme-Kultur. 

Diese Vorbehalte müssen dringend abgebaut werden. Denn der „doppelte Nutzen“ für die persönliche und die arbeitsplatzbezogene Entwicklung ist längst erwiesen.

Darum ein neuer Name

Ein Ziel der Namensänderung von Bildungsurlaub zu Bildungszeit ist es, das Image und die Akzeptanz des Formates zu verbessern. Der bisherige Teilbegriff „Urlaub“ ließ fälschlicherweise einen Erholungscharakter vermuten, den Bildungszeit nicht besitzt.

Da es sich um ein Weiterbildungsformat  handelt, ist es folgerichtig, dass sich das Zusammenspiel von „Zeit“ für „Bildung“ auch in den Begrifflichkeiten widerspiegelt. 

Eine neue Webseite , die einvernehmlich zwischen den Sozialpartnern abgestimmt wurde, können sich nun Bildungszeit-Interessierte sowie Arbeitgeber über das Angebot der Bildungszeit im Land Bremen informieren. Dort kommen auch Arbeitgeber zu Wort, die das Bildungsformat der Bildungszeit unterstützen und mit gutem Beispiel voran gehen wollen.

KontaktAKB003_Icon-Kontakt

Jessica Heibült
Referentin für Bildungspolitik

Am Wall 195
28195 Bremen

Tel.: 0421/36301-975
Fax: 0421/36301-996

E-Mail schreiben

Literaturhinweis AKB003_IconInfo

Robak, Steffi/Rippien, Horst/Heidemann, Lena/Pohlmann, Claudia (Hrsg.) (2015):

Bildungsurlaub – Planung, Programm und Partizipation. Eine Studie in Perspektivverschränkung.

Frankfurt am Main: Peter Lang.

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  • Stellungnahme

    zum Gesetz zur Änderung des Bremischen Bildungsurlaubsgesetzes

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