Übung 1: Daumen und Handgelenk

nach oben strecken und so lange ­beugen, bis die Finger ­Richtung Decke weisen. Bis 5 zählen, dann Richtung Boden beugen.

Übung 2: Entspannung für den Nacken

Den Kopf erst langsam in Richtung linke, dann in ­Richtung rechte Schulter ­neigen.

Tablet und Co. am Arbeitsplatz - Tipps für eine smarte Nutzung

Das Kinn ruht fast auf der Brust, der Blick ist nach unten gerichtet, die Daumen wischen oder ­tippen schnell auf dem Display hin und her: Smartphone und Tablet sind an Bushaltestellen, auf dem Schulhof, im Restaurant oder auf dem Sofa ständige Be­­gleiter. Doch auch im Beruf werden Mobile Devices immer mehr genutzt – und das nicht nur, um Termine zu verwalten oder eine schnelle Info an den Chef zu schicken.

Bauleiter dokumentieren Baufortschritte direkt vor Ort, Hausmeister koordinieren Reparaturen, in der Gastronomie haben Notizblock und Stift vielerorts schon ausgedient. So praktisch Tablets und Co. im (Arbeits-)Alltag auch sein mögen, eine intensive Nutzung kann bei Nacken, ­Schultern, Handgelenken und Daumen zu Überlastung führen. Die Arbeitsmedizin setzt sich entsprechend der wachsenden Verbreitung der kleinen Helfer verstärkt mit ihnen auseinander. Doch es gibt keine verbindlichen Schutzregelungen dafür, wie lange und intensiv sie während des Arbeitstages genutzt werden sollten. 

Immer und immer wieder 

Wer Nachrichten, E-Mails oder Notizen auf dem Smartphone oder Tablet schreibt, bedient sich häufig beider Daumen. Schnell und sich immer wiederholend, belastet die Be­wegung Daumen und Handgelenke und führt schlimmstenfalls zu Sehnenscheidenentzündungen. Abhilfe kann eine externe Tastatur schaffen, zum Beispiel beim mobilen Arbeiten im Zug. Noch besser: Lange Nachrichten oder Berichte lieber am herkömmlichen PC schreiben.

Kopf hoch! Oder doch nicht? 

Das ausgiebige Arbeiten mit mobilen Geräten kann zum sogenannten Handynacken führen. Beim Blick aufs Display wirken Kräfte von mehr als 20 Kilogramm auf Nacken und Rücken. Verharrt man in dieser einseitigen Haltung lange und ohne Pause, werden Muskeln, Sehnen und Bandscheiben strapaziert und die Halswirbelsäule überlastet. Die Folge: dauerhafte Muskelverhärtungen, Schmerzen an Schulter und Nacken, Kopfschmerzen. Die Alternative, nämlich das Gerät auf Augenhöhe zu halten und geradeaus darauf zu blicken, ist zwar für den Nacken eine Wohltat, belastet aber Oberkörper und Handgelenke. Das gilt umso mehr, je größer und schwerer Smartphone oder Tablet sind. Hinzu kommt, dass man zum Teil ungünstige Haltungen einnimmt, um etwaige Reflektionen und Blendungen zu vermeiden. Hilfreich ist da eine reflektionshemmende Folie.

Bewegte Pause

Arbeitsmediziner raten, kleine Pausen einzulegen, etwa in die Ferne zu gucken und dabei die betreffenden Muskel­gruppen zu lockern. Die zwei Übungen auf ­dieser Seite ­eignen sich gut für das Dehnen zwischendurch. Ein un­­trainierter Rücken begünstigt die Nackenbeschwerden. Regelmäßiger Sport – ideal sind Yoga, Rückentraining, Pilates, Schwimmen und Walking – stärkt die ­Muskulatur und hat einen unschlag­baren Nebeneffekt: Pause von Smartphone und Tablet.

Text: Anette Melerski

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