Schwerpunkt: Anerkennung von Auslandsqualifikationen

Was für eine Entwicklung: Die Zahl ausländischer sozialversicherungspflichtig Beschäftigter ist in den vergangenen 16 Jahren um etwa 65 Prozent von 1,8 Millionen auf über 3,1 Millionen Menschen gestiegen. Immer mehr Menschen aus dem Ausland kommen nach Deutschland, um hier zu arbeiten. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Anerkennung ausländischer Qualifikationen an Bedeutung.

Der lange Weg zum Krankenpfleger

In Deutschland fehlen Fachkräfte, deshalb sind Zuwanderer mit entsprechenden Qualifikationen willkommen. Doch auf dem Weg zur Anerkennung eines ausländischen Abschlusses sind viele Hürden zu überwinden.

 

Deutschland braucht Fachkräfte, davon hatte Zeljko Jakovljevic gehört. Für ihn ergab sich dadurch eine Chance für einen Neuanfang – die er auch nutzte. In seiner Heimat Kroatien hatte er 27 Jahre als examinierter Krankenpfleger gearbeitet. Zu Beginn seines Berufslebens war die Bezahlung noch hoch, erzählt der 55-Jährige. Dann änderte sich die Situation: „Die Löhne sanken, die Lebenshaltungskosten stiegen.“ Zusammen mit seiner Frau entschied er, nach Deutschland zu gehen. Im Internet stieß er auf eine Stellenanzeige eines Frankfurter Pflegedienstes. Die Firma stellte ihn ein. Das war vor vier Jahren.

Doch es gab Hürden zu überwinden. Denn wer mit einem reglementierten Beruf nach Deutschland kommt, darf hier nicht ohne Weiteres seiner gelernten Tätigkeit nachgehen. Erst muss der gleiche Wert des Abschlusses anerkannt werden – das gilt für Krankenpfleger genauso wie für Erzieherinnen. Die zuständige kroatische Pflegekammer weigerte sich aber, Zeljko Jakovljevic eine Bescheinigung über die Vergleichbarkeit auszustellen. „Unter vier Augen sagte man mir: Wenn sie das machen würden, gäbe es in Kroatien bald keine Pfleger mehr“, sagt Jakovljevic.

Als Fachkraft gearbeitet – als Helfer bezahlt

So bekam er in Deutschland zunächst nur den Status als Pflegehelfer. Tatsächlich wurde er von seinem Arbeitgeber als vollwertige Pflegekraft eingesetzt, verdiente jedoch weniger als seine Kollegen. Jakovljevic wollte deshalb seine Ausbildung auf anderem Wege anerkennen lassen. Sein Arbeitgeber hatte daran aber kein Interesse, die Behörden auch nicht.

Der Kroate kam schließlich nach Bremen, wo er inzwischen als anerkannte Pflegekraft in einer Reha-Klinik arbeitet. Den Weg dahin empfand er schließlich als denkbar einfach. „In Bremen war alles unproblematisch“, sagt der 55-Jährige. Er verbesserte weiter seine Deutschkenntnisse und besuchte neben seinem Job einen Lehrgang beim Paritätischen Bildungswerk, um sich auf die Kenntnisprüfung zum Krankenpfleger vorzubereiten. Den Test absolvierte er im April erfolgreich. Seine Erfahrungen zeigen, wie unterschiedlich in den Bundesländern mit der Anerkennung ausländischer Abschlüsse umgegangen wird.

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