Sonne bei der Arbeit

Hautschädigung und Hautkrebs vorbeugen

Sonnenschein macht gute Laune und regt die Bildung von Vitamin D an, das wir für die Stabilität unserer Knochen brauchen – zu viel Sonne auf der Haut kann die Gesundheit jedoch ernsthaft gefährden, schon ab dem Frühjahr.

Je nach Hauttyp reichen manchmal schon 20 Minuten in der Sonne, damit ein Sonnenbrand entsteht. Viele Schäden kann die Haut selbst reparieren, doch langfristig steigt mit jedem Sonnenbrand das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

In Deutschland gehört die Arbeit im Freien für etwa 2,7 Millionen Beschäftigte zum Alltag, beispielsweise in Bauberufen, als Müllwerker, Gebäudereiniger, im Gartenbau, als Erzieherin, in der Tourismusbranche oder in Hafen und Schifffahrt. Bei der Arbeit in der Sonne können auch andere Faktoren wie Hitze, bestimmte
Arbeitsstoffe oder das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung zusätzlich belasten. Gefahr besteht jedoch vor allem durch die UV-Stahlung. Dieser Bestandteil des Sonnenlichts kann das Erbgut der Hautzellen nachhaltig beschädigen und zum sogenannten hellen Hautkrebs führen, der häufigsten UV-bedingten Hauterkrankung. Jährlich erkranken in Deutschland fast 70.000 Menschen daran. Der helle Hautkrebs zeigt sich meist an den "Sonnenterrassen" des Körpers: an Nase, Stirn, Schläfen, Ohren, Nacken, Schulter, Rücken und bei lichtem Haar oder einer Glatze auch auf dem Kopf.

Zwar bestehen bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung gute Chancen auf Heilung, doch Vorbeugen durch Sonnenschutz ist besser. In der Freizeit ist jede und jeder selbst dafür verantwortlich. Doch bei der Arbeit ist der Arbeitgeber verpflichtet, für Sonnenschutz zu sorgen – als Teil des betrieblichen Arbeitsschutzes. Dazu zählen Sonnensegel oder Planen, die Sonnenstrahlen abhalten, die Möglichkeit im Schatten zu arbeiten und Kleidung aus eng gewobenen Textilien, die den Körper bedecken, aber schweißdurchlässig sind. Kopf und Nacken sollten bedeckt sein und das Blenden durch eine Sonnenbrille sollte vermieden werden.

Sonnencreme verlängert die Zeit, während der die Haut die Sonne vertragen kann – sie ist aber kein Allheilmittel. Unter Umständen verträgt sie sich mit manchen Arbeitsstoffen nicht und einige Sonnenschutzcremes enthalten Stoffe, die gesundheitlich nicht unbedenklich sind. Deshalb sollte Sonnencreme als Arbeitsschutzmittel nur nach Beratung durch den Betriebsarzt eingesetzt werden.

Bei der Einschätzung, wie hoch die UV-Strahlung ist, hilft der UV-Index, der täglich vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht wird. Zwischen 11 und 15 Uhr ist die Belastung mit fast 50 Prozent der Sonnenstrahlung am höchsten. Zwischen Mitte April und Anfang September ist der UV-Index in der Sonne schon so hoch, dass Menschen mit hellem Hauttyp bereits nach 20 Minuten einen Sonnenschutz brauchen. Wer die Mittagspause im Schatten, am besten in einem Gebäude oder Bauwagen verbringt und kurze Zusatzpausen einlegt, kann die Strahlenbelastung deutlich senken.

Hautkrebsrisiko durch Arbeit im Freien AKB003_IconInfo

Wer ständig im Freien arbeitet, hat eine drei- bis fünffach höhere Belastung durch UV-Strahlen. Deshalb wurde im Sommer 2015 der helle Hautkrebs in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. Wer den Verdacht hat, dass eine Hautkrebserkrankung durch den Beruf entstanden ist, kann sich an unsere  Beratungsstelle zu Berufskrankheiten wenden.

 

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  • Sonne & Hitze: Gesundheitsschutz bei Arbeiten im Freien

    Gesundheitsinfo, August 2017

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  • Sommerhitze am Arbeitsplatz

    Ausführliches Gesundheitsinfo, April 2016

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