Mein Kind ist krank

Darf ich für die Betreuung zu Hause bleiben?

Es ist Grippezeit. Kinderarztpraxen sind überlaufen, Kita-Gruppen geschlossen, Eltern belastet. Wann darf man zu Hause bleiben, um sein krankes Kind zu versorgen?

Gesetzlich krankenversicherte berufstätige Eltern, deren Kinder ebenfalls gesetzlich versichert und unter 12 Jahre alt sind, haben einen Anspruch auf Kinderkrankengeld. Das Gleiche gilt für Eltern von älteren Kindern mit Behinderung, die aufgrund von Krankheit zu Hause betreut werden müssen. Voraussetzung ist, dass eine anderweitige Betreuungsmöglichkeit nicht gegeben ist, zum Beispiel durch den Partner.

Nach Informationen des Bundesfamilienministeriums können Eltern wie schon 2022 auch im Jahr 2023 zunächst wieder je gesetzlich krankenversichertem Kind für 30 Arbeitstage (Alleinerziehende für 60 Arbeitstage) Kinderkrankengeld beantragen. Der Anspruch war in der Pandemie erhöht worden. Bei mehreren Kindern besteht der Anspruch je Elternteil demnach für nicht mehr als 65 Arbeitstage, für Alleinerziehende für nicht mehr als 130 Arbeitstage.

Bescheinigung vom Arzt nötig

Eltern müssen den Antrag auf Kinderkrankengeld bei der Krankenkasse stellen, damit ihnen ein Teil des Gehalts erstattet wird. Dazu brauchen sie eine Bescheinigung vom Arzt.  Die Höhe des Kinderkrankengeldes beträgt in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettoverdienstes.

Wegen der Corona-Pandemie werden Kinderkrankentage derzeit nicht nur gewährt, wenn Eltern wegen Erkrankung ihrer Kinder nicht zur Arbeit können, sondern auch, wenn die Kinder wegen eingeschränkten Schul- oder Kita-Betriebs zu Hause betreut werden müssen. Die Regelung läuft vorerst noch bis zum 7. April 2023. 

 

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