Fachkräftemangel: Vortrag und Diskussion
Hausgemachte Leiden und neue Herausforderungen
Gerhard Bosch redet Tacheles: Der Wirtschaftssoziologe und prominente Kommentator zum Thema Fachkräftemangel weist in seinen Interviews und Vorträgen auf die Versäumnisse der Unternehmen, aber auch der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik hin.
Nicht immer heiße Personalmangel auch Fachkräftemangel. "Personalmangel kann auch durch schlechte Arbeitsbedingungen entstehen. Die Pflege ist ein Beispiel, wo es eine hohe Fluktuation gibt durch schlechte Arbeitsbedingungen. Deshalb müssen durch den Fachkräftemangel auch ganze Branchen ihre Lohn- und Arbeitsmodelle überdenken", so Bosch. Die Zeiten, in denen ein "Überfluss" anqualifizierten Arbeitskräften herrschte, sind aus seiner Sicht vorbei und "wenn Fachkräftemangel bemerkt wird, ist es meist schon zu spät". Neue Ansätze der Lohn-, Einstellungs- und Weiterbildungspolitik sind daher heute gefragt und gefordert. Denn, so Bosch: "Langfristig steuern wir auf einen echten Fachkräftemangel zu: Es wurde und wird zu wenig aus- und weitergebildet." Aus Sicht des Direktors des Instituts für Arbeitsmarkt und Qualifikation sind sowohl die personalpolitischen wie auch die bildungspolitischen Herausforderungen dieser Thematik längst nicht begriffen worden.
Wir laden Sie ein zu einer Diskussion über die Ursachen des Fachkräftemangels und Schritte, die zu seiner Überwindung beitragen.
Referent:
Prof. Dr. Gerhard Bosch, geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg/ Essen
"Fachkräftemangel: Hausgemachte Leiden und neue Herausforderungen" (pdf)
24. November 2011, Autor: Prof. Dr. Gerhard Bosch, Vortrag
Kultursaal der Arbeitnehmerkammer
Bürgerstr. 1
28195 Bremen


