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30.11.2016

Arbeitnehmerkammer zur Vorstellung des Alterssicherungsberichts der Bundesregierung
 
Die gesetzliche Rente ist für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach wie vor der wichtigste Baustein bei der Alterssicherung. Allein Dreiviertel der gesamten Leistungen im Alter stammen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, wie der heute (Mittwoch) von der Bundesregierung vorgestellte Alterssicherungsbericht zeigt. "Die gesetzliche Rente muss als verlässliches Fundament erhalten bleiben und darf nicht schrittweise an Bedeutung verlieren", kommentiert Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen. Schierenbeck: "Das Rentenniveau muss wieder steigen und darf nicht unter 50 Prozent liegen, damit die gesetzliche Rente den Lebensstandard im Alter weitestgehend sichern und Armut wirksam vermeiden kann."

Laut Alterssicherungsbericht beziehen 90 Prozent aller Seniorinnen und Senioren eine gesetzliche Rente. 55 Prozent verfügen sogar über keinerlei weitere regelmäßige Alterseinkommen. Wenn man bedenkt, dass etwa 30 Prozent aller Beschäftigten weder betrieblich noch privat für den Ruhestand vorsorgen (unter den 25- bis 35-Jährigen sind es trotz der klaren politischen Vorgabe sogar rund 35 Prozent), wird die große Bedeutung eines stabilen Rentenniveaus deutlich.

"Betriebliche und private Vorsorge können hilfreiche Ergänzungen des Einkommens sein, sie dürfen aber nicht als bloßer Ersatz für eine geschwächte gesetzliche Rente dienen", so Schierenbeck. Schließlich sind betriebliche und private Vorsorge weder flächendeckend verbreitet noch sind sie gleich verteilt: Ab einem monatlichen Bruttolohn von 4.000 Euro sorgen Arbeitnehmer zu mehr als 80 Prozent vor, unter einem Lohn von 1.000 Euro tut dies nicht einmal die Hälfte. Die Modellrechnungen des Alterssicherungsberichts, wonach das Nettogesamtversorgungsniveau aus gesetzlicher Rente, Riester-Rente und zusätzlicher privater Rente bis zum Jahr 2030 allgemein und teils sogar erheblich steigen wird, hält die Arbeitnehmerkammer für irreführend. "Viele Menschen werden sich keine zusätzliche Vorsorge leisten können, deshalb muss das Rentenniveau wieder steigen", so Schierenbeck.