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Ein erfolgreicher Umbau der wirtschaftlichen Basis in Bremen und Bremerhaven erfordert eine integrative Stadtentwicklungspolitik der sozialen, ökologischen und kulturellen Modernisierung.

Auf diesem Weg setzt sich die Arbeitnehmerkammer Bremen für eine gerechtere Balance ein - zwischen einer städtischen Wachstumspolitik und einer Stärkung der sozialen und ökologischen Basis. Eine solche ausgleichende Stadtentwicklungspolitik ist eine schwierige Gratwanderung, will sie den unterschiedlichen Lebenslagen und Interessen der städtischen Arbeitnehmermilieus gerecht werden: den kreativen Milieus, den weniger werdenden Industriebeschäftigten (mehr Männer), der steigenden Zahl von Dienstleistern (mehr Frauen) und den wachsenden Bewohnergruppen in prekären Lebens- und Arbeitsverhältnissen.

Die Entwicklung erfolgreicher Großstädte in Europa zeigt, das die Umgestaltung der Städte nicht ohne eine moderne soziale Stadtpolitik möglich ist.


Diese Politik ist erforderlich, um die Prozessen der sozialen Spaltung in reiche, gesicherte und arme Milieus der Stadtgesellschaft auszugleichen. In unsicheren Zeiten des Umbruchs, benötigen sie unterschiedliche Arten von Anreizen, der Förderung, der (Weiter-) Bildung und der Unterstützung.

Ziel dieser Politik ist die Integration aller Ortsteile und Bewohnergruppen in die Stadt, die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie des sozialen Zusammenhalts. Eine solche ausgleichende, integrierte Stadtpolitik beruht auf einer Bündelung der begrenzten Mittel aus verschiedenen Ressorts und Programmen in Zukunftsprojekten und ausgewählten städtischen Quartieren (Sozialraumbezug).

Erforderlich sind verlässliche Rahmenbedingungen durch die Bundespolitik sowie gezielte Maßnahmen und integrierte Programme "vor Ort": Regelmäßige Armuts- und Reichtumsberichte, ein Stadt- und Stadtteilmonitoring sowie Evaluationen und Erfolgskontrollen; gebündelte, räumlich fokussierte Maßnahmen in ausgewählten Stadtquartieren; effizienter Mitteleinsatz durch die Verknüpfung mit anderen Programmen und Akteuren und vernetzte Familien-, Bildungs- und Quartierszentren.


Aktuelles:
 

November 2016
Studie: Bremen-Nord: Chancen zur Neupositionierung nutzen!
Zwischenbilanz - Perspektiven - Gesamtstrategie

 

März 2016
Wissen macht schön! (pdf)
Strukturwandel, Imagewechsel und die Bedeutung des Wissenschaftssektors in Bremerhaven
Dr. Marion Salot und Kai-Ole Hausen

18.02.16
Lebensqualität in Bremerhaven


Oktober 2015
Stellungnahme: Mietenbegrenzungs-Verordnung ("Mietpreisbremse"
)
(pdf)
Autor: Kai-Ole Hausen

Pendler: Männlich, gut verdienend, mit Familie

Kammer kompakt: Soziale Spaltung in der Stadt Bremen vertieft sich (pdf) 

Weitere Informationen:
 

Arbeitspapier: Pendlerverflechtungen im Land Bremen (pdf)
Dezember 2014, Autor: Kai-Ole Hausen