
Politik und Öffentlichkeit kennen derzeit kaum ein wichtigeres Thema als die Integration von Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund.
Warum ist das so? Was ist der Grund für die allgemeine Aufregung und wie sieht die Realität aus? Das wollen wir in einer neuen Reihe in der BAM erörtern, die wir auch online abbilden.
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und schauen Sie sich um: Wer sitzt da neben Ihnen am Schreibtisch, wer steht gegenüber an der Werkbank und mit wem stehen Sie mittags in der Kantine Schlange? Viele dieser Kolleginnen und Kollegen sind nicht hier geboren oder aufgewachsen, viele haben zumindest einen nichtdeutschen Elternteil. Die Wahrscheinlichkeit ist sogar groß, dass Sie selbst dazugehören - denn mittlerweile hat mehr als ein Viertel der Bremer und Bremerhavener einen migrantischen Hintergrund. Über diese Menschen - also vielleicht über Sie - ist in den vergangenen Monaten viel diskutiert worden. Häufig überzogen, unsachlich und verletzend. Von Toleranz oder gar Respekt war nur selten zu hören und zu lesen.
An dieser Art von Debatte wollen wir uns nicht beteiligen, wohl aber wollen wir fragen und nachforschen, wie Deutsche und Nicht-Deutsche, Migranten und Nicht-Migranten zusammen leben und arbeiten - in Deutschland und speziell hier in unseren beiden Städten. Deshalb starten wir eine Reihe zum Thema Integration, in der wir über Schwierigkeiten, aber auch über gelungene Beispiele und den ganz normalen (Arbeits-) Alltag berichten.
TEIL 4: Ein Bremer mit ägyptischen Wurzeln
Porträt von Mohamed Saied Gomaa - Anästhesist am Klinikum Bremen-Mitte
TEIL 3: Integration - im Betrieb längst Alltag
Betriebe wie ArcelorMittal oder der öffentliche Dienst wissen: Mitarbeiter oder Bürger sind längst nicht mehr nur ›deutsch, weiß und männlich‹.
TEIL 2: Ohne Abschluss kein Job
Die Berufsperspektiven für Migrantinnen und Migranten sind in
Deutschland deutlich schlechter als für Menschen ohne
Migrationshintergrund. Ein wesentlicher Grund hierfür liegt in der
mangelnden Annerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen.
TEIL 1: Interview mit Libuse Cerna: ›Wir haben 30 Jahre verpennt‹
Libuse Cerna vom Bremer Rat für Integration beleuchtet im Interview die Bremer Situation.
START: Wahrnehmung und Wirklichkeit
Migrationsforscher Dietrich Thränhardt berichtet mit einer Analyse über Erfolge und Misserfolge der Integrationspolitik in Deutschland.


