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Die Gesundheitswirtschaft gilt als einer der Wachstumsmärkte der Zukunft. Doch auch wenn die Gesundheitswirtschaft mit Wachstumsraten von etwa vier Prozent jährlich zwischen 1996 und 2004 deutlich über dem jährlichen Wachstum aller Wirtschaftsbereiche von 1,7 Prozent lag, so sind diese - trotz möglicher Bedarfe - nicht einfach fortzuschreiben. Die Arbeitnehmerkammer hat daher eine Bestandsaufnahme in Auftrag gegeben, um die Entwicklung der Beschäftigung in den verschiedenen Bereichen der Gesundheitswirtschaft für das Land Bremen zu erheben.

Die Wissenschaftler der Veröffentlichung vom Zentrum für Sozialpolitik warnen vor ungebremstem Optimismus und falschen Hoffnungen in Zeiten der Krise. Auch wenn bezüglich der weiteren Entwicklung der Gesundheitswirtschaft zu warnen ist, so stellt dieser Bereich doch ein wichtiges Interventionsfeld für regionalwirtschaftliche Ansätze dar. Schließlich handelt es sich in der Gesundheitsbranche weitgehend um standortgebundene Dienstleistungen mit einem Beschäftigungsanteil von sieben bis neun Prozent an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und einem geschätzten Anteil von etwa sechs bis neun Prozent an der Bruttowertschöpfung.

Die gesundheitspolitische Diskussion und die Steuerung des Gesundheitswesens wird über Kostenfaktoren bestimmt, die nicht erst im Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise Gegenstand politischer und standesorganisatorischer Kontroversen sind. Hier gilt es, den Bereich nicht nur unter Kostengesichtspunkten, sondern in seiner Bedeutung für die Beschäftigung und die gute gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung mitzudenken.