Bei Rentenversicherungsträgern und Krankenkassen vollziehen sich derzeit gravierende Veränderungen im Leistungsspektrum. Bislang sind Fragestellungen nach einer angemessenen Berücksichtigung der Kategorie Geschlecht nach dem Genderprinzip und frauen-/mütterspezifische Fragen in der Gesundheitsversorgung sehr unterschiedlich berücksichtigt worden:
Beispiel: Mutter-Kind-Kuren/Vater-Kind-Kuren
Ein Teil des frauenspezifischen Vorsorge- und Rehabilitations-Gesundheitsangebotes sind Mütter- und Mutter-/Vater-Kind-Kuren. Hier besteht eine besondere Diskrepanz zwischen den politischen Erklärungen aller Parteien und der tatsächlichen Situation. In den letzten Jahren sind die Fälle bei Vorsorge- als auch Rehabilitationsmaßnahmen schwankend. Gründe dafür sind: hohe Ablehnungsquoten beim Medizinischem Dienst der Krankenkassen und bei den Krankenkassen.
Mutter-Kind-Kuren sind nach dem Bundes-Frauengesundheitsbericht die einzige frauenspezifische Maßnahme und beziehen in die Therapie lebensweltliche Aspekte, psychosomatische und frauenspezifische Fragestellungen ein.
Die Arbeitnehmerkammer Bremen ist beim Runden Tisch zu Mutter-Kind-Kuren vertreten, der sich auf Initiative der Landesfrauenbeauftragten Ulrike Hauffe gebildet hat, um Probleme im Verfahren und Reibungsverluste aufzuspüren und konkret und praktisch in Bremen und Bremerhaven abzubauen.
- Familienplanung: Ein Menschenrecht - auch für arme Frauen (pdf)
Vortrag auf dem 16. Kongress Armut und Gesundheit am 3. und 4. Dezember 2010, Autorin: Carola Bury
- Familienplanung: Ein Menschenrecht - auch für arme Frauen (pdf)
Vortrag im Rahmen der Bremerhavener Frauenwoche Bremerhaven, März 2011, Autorin: Carola Bury
- Mutter/Vater-Kind-Kuren, Gesundheitsinfo (pdf 837 KB)
März 2010, Autorin: Carola Bury
- Frauengesundheit - hohe Hürden für arme Frauen - am Beispiel von Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen (Mutter-Kind-Kuren), Artikel in: Dokumentation 14. Kongress Armut und Gesundheit (pdf 1,1 MB)
Dezember 2008, Autorin: Carola Bury
- Frauengesundheit - hohe Hürden für arme Frauen - am Beispiel von Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen (Mutter-Kind-Kuren), Präsentation (pdf 272 KB)
Dezember 2008, Autorin: Carola Bury
- Was Müttern helfen kann - Müttergenesung Gesundheit ermöglichen, fördern und erhalten, Vortrag auf dem Fachtag „Prävention und Frauengesundheit" (pdf 1,32 MB)
Mai 2008, Autorin: Carola Bury
Beispiel: Gesundheitsversorgung für Frauen
Gesundheit wird wesentlich durch sozioökonomische Faktoren bestimmt. Dabei erweisen sich Einkommen und Geschlecht als entscheidende Determinanten. Im Durchschnitt verfügen Frauen über ein geringeres Einkommen aus Erwerbstätigkeit und sie leben in nahezu allen Lebensphasen häufiger an oder unter der Armutsgrenze als Männer. Diese finanziellen Belastungen sind dem körperlichen, seelischen und sozialem Wohlbefinden auf Dauer abträglich. Armut macht krank und auch umgekehrt gilt: Krankheit kann arm machen.
Die zunehmende Ökonomisierung der Gesundheitsversorgung und spezifische Veränderungen durch die Gesundheitsreformen (z.B. Ausschluss von Homöopathie) führen zu einer strukturellen Benachteiligung von Frauen im Gesundheitswesen.
- Hart(z)e Zeiten für Frauen. Armut, soziale Ungleichheit und strukturelle Benachteiligung von Frauen im Gesundheitssystem., Vortrag (pdf, 165 KB)
Oktober/November 2009, Autorin: Carola Bury
- Hart(z)e Zeiten für Frauen. Ein Impuls aus frauenpolitischer Sicht. Präsentation auf dem Fachtag für MultiplikatorInnen in Beratung und Begleitung von
Familien in prekären sozialen Lagen (pdf, 195 KB)
Juli 2005, Autorin: Carola Bury
- Lieber reich und gesund als arm, kank und weiblich. Artikel im BKK Gesundheitsreport 2009, S. 29-31 (pdf, 761 KB)
Februar 2010, Autor: Carola Bury, BKK Gesundheitsreport 2009



