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Bislang sind Fragestellungen nach einer angemessenen Berücksichtigung der Kategorie Geschlecht nach dem Genderprinzip und frauen-/mütterspezifische Fragen in der Gesundheitsversorgung häufig nicht ausreichend bei Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern berücksichtigt worden:

Beispiel: Mutter-Kind-Kuren/Vater-Kind-Kuren

Ein Teil des frauenspezifischen Vorsorge- und Rehabilitations-Gesundheitsangebotes sind Mütter- und Mutter-/Vater-Kind-Kuren. Hier besteht eine besondere Diskrepanz zwischen den politischen Erklärungen aller Parteien und der tatsächlichen Situation. In den letzten Jahren sind die Fälle bei Vorsorge- als auch Rehabilitationsmaßnahmen schwankend. Gründe dafür sind: hohe Ablehnungsquoten beim Medizinischem Dienst der Krankenkassen und bei den Krankenkassen.

Mutter-Kind-Kuren sind nach dem Bundes-Frauengesundheitsbericht die einzige frauenspezifische Maßnahme und beziehen in die Therapie lebensweltliche Aspekte, psychosomatische und frauenspezifische Fragestellungen ein.

Die Arbeitnehmerkammer Bremen ist beim Runden Tisch zu Mutter-Kind-Kuren vertreten, der sich auf Initiative der Landesfrauenbeauftragten Ulrike Hauffe gebildet hat, um Probleme im Verfahren und Reibungsverluste aufzuspüren und konkret und praktisch in Bremen und Bremerhaven abzubauen.


Beispiel: Gesundheitsversorgung für Frauen
Gesundheit wird wesentlich durch sozioökonomische Faktoren bestimmt. Dabei erweisen sich Einkommen und Geschlecht als entscheidende Determinanten. Im Durchschnitt verfügen Frauen über ein geringeres Einkommen aus Erwerbstätigkeit und sie leben in nahezu allen Lebensphasen häufiger an oder unter der Armutsgrenze als Männer. Diese finanziellen Belastungen sind dem körperlichen, seelischen und sozialem Wohlbefinden auf Dauer abträglich. Armut macht krank und auch umgekehrt gilt: Krankheit kann arm machen.

Die zunehmende Ökonomisierung der Gesundheitsversorgung und spezifische Veränderungen durch die Gesundheitsreformen (z.B. Ausschluss von Homöopathie) führen zu einer strukturellen Benachteiligung von Frauen im Gesundheitswesen.


Aktuelles:
 

Löhne im Gesundheitswesen - Viel Dienst, wenig Verdienst! (pdf)
Im Rahmen der Veranstaltung der Arbeitnehmerkammer zum Equal Pay Day am 21.03.2013
Autorin: Dr. Irene Dingeldey, Institut Arbeit und Wirtschaft

Weitere Informationen: