Erwerbsarbeit ist für die meisten Menschen die zentrale Einkommensquelle
und in einer Arbeitsgesellschaft wichtig für die gesellschaftliche
Teilhabe. Im Land Bremen sind knapp 400.000 Personen erwerbstätig.
Abhängig beschäftigt sind davon rund 290.000 in
sozialversicherungspflichtiger und 48.000 in ausschließlich
geringfügiger Beschäftigung ("Minijobs").
Insgesamt ist der Arbeitsmarkt
im Land Bremen von einem Wachstum atypischer Beschäftigung mit hohem
prekären Potenzial (Prekäre Beschäftigung) charakterisiert, während das Normalarbeitsverhältnis immer mehr an Bedeutung verliert.
Die Arbeitsmärkte in Bremen und Bremerhaven sind zudem von hoher
Arbeitslosigkeit gekennzeichnet, im Jahresdurchschnitt sind ca. 40.000
Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote im Land Bremen ist
die höchste in Westdeutschland und der Anteil der Langzeitarbeitslosen
am höchsten. Seit der Gültigkeit der Hartz-Gesetze in 2003 wird die
Arbeitsmarktpolitik vom Leitbild des "Forderns und Förderns" dominiert,
in dessen Zentrum Leistungskürzungen bei der sozialen Sicherung aber
auch bei der Arbeitsförderung stehen.
Hier finden Sie Informationen über die Beschäftigungsentwicklung im Land
Bremen (auch auf einzelnen Teilarbeitsmärkten), die Entwicklung der
arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen im Bund und ihre Umsetzung
'vor Ort' sowie alternative Politikvorstellungen.
Themenschwerpunkte sind unter anderem Arbeitsmarktbeobachtung und Krisenauswirkungen, Arbeitsförderung, Frauen auf dem Arbeitsmarkt bzw. Geschlechtergleichstellung und Aufstocker im Land Bremen.
15.11.11 Gastkommentar zur Fachkräftediskussion
29.09.11 Schwerpunkt: Arbeitsmarktpolitik
Aufstocker im Land Bremen - Entwicklung, Struktur, Branchenanalyse und Haushaltsbelastung
- Studie: (28 Seiten / pdf, 490 KB)
- Kurzfassung der Studie (2 Seiten / pdf, 46 KB)
- Kurzzusammenfassung (pdf, 661 KB)
- Download in Kapiteln:
- Das Ende der Krise? Rückblick auf die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die regionale Wirtschafts- und Beschäftigungssituation im Land Bremen (pdf, 4.2 MB)
- Erwerbstätigkeit und Beschäftigung (pdf, 1.9 MB)
- Arbeitslosigkeit und Stellenentwicklung (pdf, 1.7 MB)
- Wirtschaftsdaten (pdf, 1.6 MB)
- Einkommens- und Lohnentwicklung (pdf, 1.7 MB)
- Bevölkerung und Soziales (pdf, 1.7 MB)
Arbeitsverdienste in Bremen - Zwischenbericht (pdf, 210 KB)
Dezember 2009, Autoren: Bernd Strüßmann, Dr. Andreas Cors (Statistisches Landesamt Bremen)
Stellungnahme der Arbeitnehmerkammer für die öffentliche Anhörung von Sachverständigen im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales am 5. September 2011 (pdf)
25. August 2011
Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für
Arbeit und Soziales für ein Gesetz zur "Leistungssteigerung der
arbeitsmarktpolitischen Instrumente" (pdf, 140 KB)
6. April 2011, Autor/innen: Dr. Christiane Koch, Peer Rosenthal
Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente (pdf, 110 KB)
August 2008, Autor/innen: Peer Rosenthal, Dr. Christiane Koch
Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).
Die CDU/CSU/SPD-Koalition auf Bundesebene hat sich die Neuausrichtung
der Arbeitsförderung zum Ziel gesetzt und das Bundesministerium für
Arbeit und Soziales einen entsprechenden Referentenentwurf vorgelegt.
Konsequenzen des Verfassungsgerichtsurteils zur Trägerschaft der
Grundsicherung für Arbeitssuchende - Vorschlag zum Verfahren und
Eckpunkte zur Neuregelung (pdf, 53 KB)
Juni 2008, Verfasser: Peer Rosenthal, Dr. Christiane Koch
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat die Arbeitsgemeinschaften
(ARGEn) zwischen Bundesagentur für Arbeit (BA) und Kommunen als Träger
des SGB II im Dezember 2007 für eine verfassungswidrige Form der
Mischverwaltung erklärt. Die Politik ist durch das Urteil aufgefordert,
bis zum Ende des Jahres 2010 eine verfassungskonforme Regelung zu
implementieren.
August 2007, Verfasser: Peer Rosenthal, Dr. Christiane Koch
Kommentar zum Gesetzentwurf der Bundestagsfraktion CDU/CSU und SPD zur Verbesserung der Beschäftigungschancen von Menschen mit Vermittlungshemmnissen bzw. zur Zukunft der Arbeitsförderung im Rechtskreis des SGB II.
Unsere Rechtstipps zu Themen wie Abmahnung, Arbeitsverträge, Arbeitszeugnis, Gratifikationen, Kündigung, Tarifverträge, Urlaub, Zahlungsschwierigkeiten des Arbeitgebers.
Anmerkungen zu den Perspektiven öffentlich geförderter Beschäftigung vor dem Hintergrund von Mittelkürzungen und Instrumentenreform (pdf)
Autor: Peer Rosenthal, Mai 2012. In: AWO-Bundesverband
Wandel von Reziprozität in der deutschen Arbeitsmarktpolitik (pdf)
Mai 2012, Peer Rosenthal, Dr. Jörg Sommer, Alexander Matysik: Universität Bremen, IAW
Active labour market policy and direct job creation in Germany: Achievements, challenges, and pitfalls
Mai 2012, Dr. Jörg Sommer, Peer Rosenthal: Local Economy
Öffentlich geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland. Aktuelle Instrumente, Programme und Konzepte. WISO Diskurs (pdf)
August 2011, Alexander Matysik/Peer Rosenthal/Jörg Sommer: Bonn: Friedrich Ebert Stiftung
Öffentlich geförderte Beschäftigung in Deutschland. Plädoyer für eine konzeptionelle Neuausrichtung. WISO direkt. Bonn: Friedrich Ebert Stiftung (pdf)
August 2011, Alexander Matysik, Peer Rosenthal/Jörg Sommer
Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente (pdf)
24. August 2011, Vortrag von Peer Rosenthal bei der Vorstandssitzung von ver.di Bremen
Instrumentenreform 2011: Perspektiven oder neue Sackgassen? (pdf)
22. August 2011, Vortrag von Peer Rosenthal beim AK berufliche Perspektiven für Frauen Bremerhaven
Rund 40 Sozialwissenschaftler sind dem Wandel der Arbeitswelt
nachgegangen und haben soziologische Porträts von Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern gezeichnet. Margareta Steinrücke und Peer Rosenthal,
Referenten bei der Arbeitnehmerkammer, sind mit zwei Beiträgen
vertreten. "Ein halbes Leben. Biografische Zeugnisse aus einer Arbeitswelt im Umbruch"
2010, Hrsg. v. Franz Schultheis, Berthold Vogel, Michael Gemperle, UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz
Welche Gerechtigkeit? Anmerkungen zur Akzeptanz sozialpolitischer Reformen am Beispiel der Arbeitsmarktpolitik, pdf (200 KB), in: Arbeitnehmerkammer Bremen (Hrsg.): Bericht zur Lage der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Lande Bremen 2010
2010, Autor: Peer Rosenthal
Arbeitsmarktpolitik in der neuen Zeit: Arbeitsförderung in Bremerhaven (pdf, 412 KB)
2010, Autor: Peer Rosenthal
Der
Beitrag im Rahmen der Arbeitnehmerkammerstudie zum Mismatch auf dem
Arbeitsmarkt in Bremerhaven analysiert die Arbeitsförderung im SGB II
unter besonderer Berücksichtigung der Qualifizierungsförderung in der
Seestadt ab 2005.
Arbeitsmarktpolitik heute: Vier Thesen zum Wandel der Arbeitsmarktpolitik (pdf, 88.6 KB)
Juni 2010, Autor: Peer Rosenthal
Thesenpapier zum Vortrag auf der Mitgliederversammlung von Arbeit & Zukunft e.V., Bremen
Einführung in das Thema "Gutes Klima für Arbeit und Ausbildung" (pdf, 0.99 MB)
April 2010. Autor: Peer Rosenthal
Vortrag auf dem Bremerhavener Integrationstag 2010: „Integration - auch eine Frage des Klimas?"
Arbeitsmarktpolitische Beschäftigungsförderung: Fünf Thesen zu Stand und Perspektiven (pdf, 346 KB)
April 2010, Autor: Peer Rosenthal
Thesenpapier zum Vortrag auf der arbeitsmarktpolitischen Konferenz „Produktiv im Bremer Osten"
Freiwillige Vereinbarungen zur Chancengleichheit nahezu wirkungslos (pdf, 1.08 MB), in: BAM Nr. 1 vom 4.1.10
Januar 2010, Autor/innen: Peer Rosenthal, Dr. Christiane Koch
Seit
Jahren stagnieren die betrieblichen Anstrengungen zur Chancengleichheit
in der Privatwirtschaft und der Anteil von Frauen in Führungspositionen
steigt kaum an. An gesetzlichen Regelungen führt aus Sicht der
Arbeitnehmerkammer Bremen kein Weg vorbei.
Arbeitslosenversicherung
im Wandel (Link zum Verlag), in: Silke Bothfeld / Werner Sesselmeier / Claudia Bogedan
(Hrsg.): "Arbeitsmarktpolitik in der sozialen Marktwirtschaft. Vom
Arbeitsförderungsgesetz zum Sozialgesetzbuch II und III." Wiesbaden: VS
Verlag für Sozialwissenschaften
2009, Autor: Peer Rosenthal
Im
vorliegenden Beitrag wird der Wandel der Arbeitslosenversicherung seit
1969 nachgezeichnet und für die Zeit ab 2005 ein zunehmender
Bedeutungsverlust des Versicherungssystems sowie eine Dualisierung des
deutschen Arbeitslosensicherungsregimes herausgearbeitet.
Die
Auswirkungen aktivierender Arbeitsmarktpolitik auf das Verhältnis von
Staat und Bürgern (Link zum Verlag), in: Gregor Straube (Hrsg.): "1-Euro-Jobs. Kritische
Perspektiven." Münster: LIT-Verlag
2009, Autor: Peer Rosenthal
Im
Mittelpunkt des Aufsatzes steht die Frage, wie sich das Verhältnis von
Staat und Individuum im Zuge der Gesetze für moderne Dienstleistungen am
Arbeitsmarkt (Hartz I-IV) verändert hat
Soziale Sicherung bei Arbeitslosigkeit - insgesamt unzureichend
(pdf, 681 KB)
Dezember 2009, Autor: Johannes Steffen
Die
Abschaffung der Arbeitslosenhilfe war falsch. Der Beitrag plädiert
daher für eine neue Arbeitslosenhilfe, die als hybrides
Sicherungselement zwischen den Entgeltersatzleistungen des
Versicherungssystems und den Fürsorgeleistungen der Grundsicherung für
Arbeitsuchende anzusiedeln ist.
Fürsorge statt Versicherung: Die Neubestimmung sozialer Gerechtigkeit in der Arbeitsmarktpolitik (pdf, 319 KB)
November 2009, Autor: Peer Rosenthal
Vortrag bei der Mitgliederversammlung der Jusos Bremen Stadt
Arbeitslosenversicherung im Spannungsverhältnis von Aktivierung und Einkommenssicherung (pdf, 159 KB)
September 2009, Autor: Peer Rosenthal
Vortrag auf der gemeinsamen Tagung „Arbeitsmarktpolitik unter Druck" von Arbeitnehmerkammer Bremen und Hochschule Bremen
Arbeitsmarktpolitik unter Druck
September 2009
Veranstaltungsdokumentation
Vier Jahre Hartz IV - Praxis und Veränderungsbedarf
März 2009
Dokumente zur Fachtagung am 12. März 2009
Prekarisierung der Lebens- und Arbeitswelt. Betroffenheit, Bewältigung und Gegenstrategien (pdf, 3.3 MB)
2007, Veranstaltungsdokumentation
Teilhabe und Selbstbestimmung: Arbeitsmarktpolitik als soziale Bürgerrechtspolitik (pdf, 1.8 MB)
2007, Autor/innen: Dr. Christiane Koch, Peer Rosenthal
Wenn
Arbeitsmarktpolitik die Teilhabe am Erwerbsleben und eine
selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen soll, muss sie als soziale
Bürgerrechtspolitik definiert werden. Eine Ausweitung der Rechte für
Erwerbstätige und Erwerbslose erscheint zwingend, weil die Ausübung
ökonomischer, sozialer und politischer Teilhabe soziale Rechte
voraussetzt.



